Günter Frech, Berlin 27.10.2009 / Inland

»Kampfauftrag« Putzstreik

Bundeswehr wollte zu Dumpinglöhnen Kasernen reinigen lassen – Gewerkschaft sieht Testfall

Vor dem Bundesverteidigungsministerium in Berlin ist am gestrigen Montag die 1. Staubfängerkompanie der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) mit roten Gewerkschaftsfahnen und Besen aufmarschiert. Der »Kampfauftrag« der aus 80 streikenden Gebäudereinigern bestehenden Kolonne war, den Mindestlohn in ihrem Gewerbe zu verteidigen.

Aufmarschiert: Die 1. Staubfängerkompanie der IG BAU vor dem Verteidigungsministerium

Hintergrund der Aktion: Das Potsdamer Bundeswehr-Dienstleistungszentrum verschickte ein Schreiben, in dem Firmen, die sich um Putzaufträge in Bundeswehreinrichtungen bewarben, aufgefordert wurden, da es nun »keinen tarifvertraglichen Mindestlohn« mehr gebe, die Angebote nachzubessern. Sprich, die Preise für die Kasernenreinigung nach unten zu korrigieren. »Warum nutzt ausgerechnet die Bundeswehr die erstbeste Gelegenheit, mit schlechtem Beispiel voranzugehen«, schimpft Gewerkschaftssprecher Michael Knoche.

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