(ND-Gärtner). Am Sonnabend findet in Bremen eine Solidaritätskundgebung für den seit Jahren inhaftierten afro-amerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal statt (12 Uhr, Marktplatz). Die Kundgebung ist Teil einer überregionalen Infotour des Berliner Mumia-Solidaritätsbündnisses und der Roten Hilfe, deren Ziel es ist, Mitstreiter für die Kampagne »Mumia 3 plus 12« zu gewinnen. Die Aktivisten wollen vorbereitet sein, falls der Oberste Gerichtshof der USA das Todesurteil gegen Mumia Abu-Jamal ausspricht: Am 3. Tag nach Verkündung des Todesurteils sollen um 12 Uhr bundesweit dezentrale Protestaktionen durchgeführt werden. Außerdem ist für den letzten Sonnabend vor dem angesetzten Hinrichtungstermin vor der US-Botschaft in Berlin eine bundesweite Demonstration geplant.
Unterdessen wurden Organisationen und Prominente dazu aufgerufen, die Kampagne namentlich zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören die VVN-BdA, deren Ehrenmitglied Abu-Jamal ist, der Bundesausschuss Friedensratschlag Kassel, der Flüchtlingsrat Hamburg, die Berliner Linkspartei sowie die Schauspieler Jutta Kausch und Rolf Becker. Auch die Münchener Stadträte verschiedener Parteien, u. a. von SPD und Grünen, fordern in einer gemeinsamen Resolution ein neues faires Verfahren für Abu-Jamal. www.mumia-hoerbuch.de
Nach 30-jähriger Haft im Todestrakt muss der afroamerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal zwar nicht mehr die Giftspritze fürchten, doch soll er für den Rest seines Lebens hinter Gittern bleiben – ohne jede Chance auf Freilassung. Mehr
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
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