Ausweg aus der Bologna-Krise?

GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller sieht keine Alternative zum europäischen Hochschulraum

Bundesweit protestierten gestern Studierende gegen die Lernbedingungen an den Unis. Die Kritik der Demonstrierenden entzündete sich vor allem an den Folgen der so genannten Bologna-Reform. Jürgen Amendt befragte Andreas Keller vom GEW-Bundesvorstand nach den Ursachen und den Auswegen aus der Krise.

ND: Nach den Bildungsprotesten im sommer versprach die Politik Verbesserungen, zu denen es aber nach Meinung vieler Studierender nicht gekommen ist. Sehen Sie das genau so?
Keller: Zunächst ist festzuhalten, dass der Bildungsstreik vom Sommer insofern erfolgreich war, als Bundesbildungsministerin Schavan im Anschluss an einen Runden Tisch mit den protestierenden Studierenden Kurskorrekturen im Bologna-Prozess zugesagt hat – mit der ausdrücklichen Zustimmung des Vizechefs der Kultusministerkonferenz (KMK), Jan-Hendrik Olbertz (Kultusminister Sachsen-Anhalt), und der Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel. Dass die Studierenden mit ebenso vehementen Protesten jetzt auf diese Zusagen zurückkommen – damit hat kaum jemand gerechnet. Statt mit den Fingern auf die jeweils andere Seite zu zeigen, müssen Bund, Länder und Hochschulen jetzt ihren Beitrag für den überfälligen Kurswechsel leisten.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: