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24.12.2009
ND in der Schule

Strategien junger Leute beeindrucken

Lehrerin Petra Hennig zum Projekt "ND in der Schule"

ND: Wie reagieren die Schüler, wenn man mit einer Tageszeitung daherkommt ?
Hennig: Die Jugendlichen sind erst einmal interessiert, probieren sich gern aus. Sie können selbst über eine Teilnahme entscheiden, denn sie haben oft Vorkenntnisse, die im Schulalltag noch zu wenig zur Geltung kommen. Gerade im Bereich der Medien, wo sie ganz andere Herangehensweisen entwickeln.

Welche Möglichkeiten haben Sie, als Lehrer »aufzuklären«?
Ich verstehe meine Arbeit weniger als Aufklärer. Eher sehe ich meine Rolle als Wegbegleiter. Auch Erwachsene müssen ihr Leben jeden Tag neu meistern und dazulernen. Es gibt viele Chancen in der Schule, für das Leben zu lernen – wenn man es wirklich will.

Was sind die Ergebnisse von Medien-Projekten ?
Aktuell ist das z. B. der »PrävTicker«, der die Ergebnisse der Präventionsarbeit »IDENTITY-SEIN« des letzten Schuljahres zusammenfasst. Dazu gab es eine Ausstellung mit eigenen Fotos und Texten. ND half uns, eine eigene kleine Zeitung daraus zu machen – sogar in Farbe. Eine tolle Zusammenarbeit!

Was ist Ihre beeindruckendste Erfahrung bei »ND in der Schule«?
Für ein Projekt gewann ich Anja B., eine Schülerin, die an der Reportage zum Bau des 1. FC Union-Stadion gearbeitet hat und so begeistert war, dass sie ein Praktikum beim ND anschloss. Heute weiß sie, dass sie Journalismus studieren möchte, arbeitet zielgerichtet auf ihren Abschluss zu und beteiligt sich verstärkt an ähnlich gelagerten Aufgaben. Zwei weitere Schüler werden im Januar beim ND ihr Praktikum durchführen.

Was wünschen Sie dem Projekt in der Zukunft?
In letzter Zeit konnte ich von jungen Menschen viel lernen, bin beeindruckt von ihren Strategien, Aufgaben zu meistern. Ich freue mich, dass ein solches Projekt die Jugendlichen mitnimmt, ihnen Raum gibt, sich zu äußern, Ergebnisse würdigt. »ND in der Schule« wünsche ich ein langes Bestehen.

Fragen: Dirk Külow

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