07.01.2010

Bisky für Lafontaine und Bartsch

Parteichef kritisiert »Selbstzerfleischung«

Berlin (ND). Dietmar Bartsch, Bundesgeschäftsführer der LINKEN, hat angebliche Rücktrittsforderungen von Vertretern westlicher Landesverbände zurückgewiesen. Er trete nicht zurück, erklärte er gegenüber ND am Mittwoch. In persönlichen Briefen an die Parteispitze hatten Landesvorsitzende aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ihren Unmut über Bartsch geäußert und diesem illoyales Verhalten gegenüber Parteichef Oskar Lafontaine vorgeworfen. Bartsch nannte insbesondere den Vorwurf »absurd«, er habe Gerüchte über das Privatleben Lafontaines verbreitet. Bartschs Rücktritt gefordert zu haben, dementierten Bernd Riexinger (Baden-Württemberg) und Wolfgang Zimmermann (NRW) gegenüber ND am Mittwoch jedoch. Man wolle eine Wiederwahl Bartschs auf dem Parteitag im Mai verhindern, so Riexinger.

In einer kurzen Erklärung meldete sich am gleichen Tag auch Parteichef Lothar Bisky zu Wort. »Was ich da an Mutmaßungen und an Unterstellungen gegenüber unserem Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch lese, geht so nicht.« Selbstzerfleischend übereinander herzufallen, schade dem »Ansehen unserer Partei. Wir alle brauchen Oskar Lafontaine, aber auch Dietmar Bartsch, dessen Verdienste um die Entwicklung der Partei nicht ignoriert werden sollten.«

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