Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

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Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

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Wir hoffen, dass viele LeserInnen zu dem Entschluss kommen: Linker Journalismus ist mir etwas wert!

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22.01.2010
Tagesglosse

Unten links

Vieles können die Menschen von der Natur lernen, wenn sie nur ihren Hochmut ablegen. Ein Schleimpilz beispielsweise, dem wir schon wegen seines unappetitlichen Namens nicht viel zutrauen möchten, ein niederer Schleimpilz auch noch, wie es in den Nachrichten heißt, hat japanische Forscher mit sensationellen Fähigkeiten verblüfft. Sie legten auf einer feuchten Fläche Haferflocken so aus, dass sie Tokio samt Umland abbildeten, und setzten den Schleimpilz ins Zentrum. Und siehe da, der Pilz wuchs sich zu einem Geflecht aus, das der Struktur des Tokioter Bahnnetzes in Sachen Effizienz und Zuverlässigkeit sehr nahe kommt. Wobei man wissen muss, dass der Schleimpilz nie eine Hochschule oder einen Managerkurs besucht hat. Da wird man natürlich neugierig: Kann man diesem Schleimpilz die Führung der Berliner S-Bahn anvertrauen? Und was passiert, wenn man das Experiment nicht auf der Karte von Tokio, sondern auf dem Organigramm eines Parteivorstands macht? wh

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