Moskau (dpa/ND). Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Erwartungen in ein Projekt der gemeinsamen Raketenabwehr mit den USA gedämpft.
Vor einer Zusammenarbeit müssten erst alle Unruheregionen von Experten beider Länder analysiert werden, betonte Lawrow am Freitag vor Journalisten in Moskau. »Eine Konzentration auf Iran allein ist falsch.« Der russische Vorschlag an die USA, ein Radar in Aserbaidshan für ein gemeinsames Warnsystem zu nutzen, »liege weiter auf dem Tisch«, erklärte Lawrow. »Aber wir unterstützen nicht irgendwelche Raketenabwehrpläne, nur weil sich ein anderes Land irgendwie von irgendwem bedroht fühlt.«
Die US-amerikanisch-russischen Verhandlungen über atomare Abrüstung würden Anfang Februar fortgesetzt, kündigte Minister Lawrow an. »Ich hoffe, dass die offenen Fragen schnell gelöst werden.« Russland und die USA ringen seit Monaten um ein Nachfolgeabkommen für den am 5. Dezember 2009 ausgelaufenen START-I-Vertrag zur Verringerung strategischer Offensivwaffen. Nach Angaben Moskaus verlaufen die Verhandlungen »nicht einfach, aber grundsätzlich positiv«.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Misstrauen verursachte START-Verzögerungen Neuer Abrüstungsvertrag Russland-USA ist überfällig
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