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Bartsch: Kein Trostpflaster

»Reizvolle Aufgabe« als Vize der Linksfraktion

Halle (ND/AFP) Der scheidende Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch, hat nach seiner Wahl zum Vizevorsitzenden der Bundestagsfraktion am Donnerstagabend dem Eindruck widersprochen, sein neues Amt sei ein »Trostpflaster« für das Ausscheiden aus dem Parteiamt. »Nein, so hat das der vorschlagende Gregor Gysi nicht gemeint. Und ich sehe das auch ausdrücklich nicht so«, sagte er der in Halle erscheinenden »Mitteldeutschen Zeitung«. Angesichts der schwarz-gelben Regierung »und der bisher blassen SPD-Opposition« sei es vielmehr eine »sehr reizvolle Aufgabe, mitzuhelfen, dass unsere Fraktion noch schlagkräftiger wird«, betonte Bartsch.

Bartsch sei mit 79,6 Prozent gewählt worden, hatte die LINKE am Donnerstagabend nach dem Ende der Fraktionssitzung mitgeteilt. Fraktionschef Gregor Gysi bezeichnete das Ergebnis als »wichtiges Signal« dafür, dass Bartsch in der Partei weiter gebraucht werde. Für Bartsch stimmten den Angaben zufolge 51 Abgeordnete. Zwölf votierten mit Nein, ein Abgeordneter enthielt sich, zwei Stimmen waren ungültig.

»Bei allen Auseinandersetzungen der letzten Monate bleibt es dabei, dass wir Dietmar Bartsch unverzichtbar brauchen und dass er große Leistungen für unsere Partei erbracht hat«, sagte Gysi der LINKEN zufolge. Das Ergebnis mache zudem deutlich, dass die LINKE auf dem Weg sei, eine Lösung für die innerparteilichen Querelen zu finden. Bartsch bedankte sich für das Vertrauen, das ihm die Bundestagsfraktion entgegengebracht habe.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Führungswechsel in der LINKEN

    Das Dossier »Führungswechsel in der LINKEN« beleuchtet mit Interviews, Reportagen und Kommentaren die Frage die anstehenden Entscheidungen zur Führungsspitze der LINKEN. Mehr

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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