Der Bischof soll gesagt haben, die Schoah »als solche« sei eine »jüdische Erfindung« (im Original »invenzione ebraica«). Aber die Juden hätten eine gute Presse, denn sie verfügten über große finanzielle Mittel, eine gewaltige Macht und die bedingungslose Unterstützung der USA, wodurch eine gewisse Arroganz gefördert würde, die er – Pieronek – für nicht zu ertragen halte. Anlass zu der so zitierten Aussage war die Frage nach den Ursachen eines »polnischen Antisemitismus«. Der Bischof bestritt entschieden, dass es einen solchen gebe. Wer davon spreche, kenne die Geschichte nicht. Was die Schoah betreffe, so seien »zweifellos die Mehrheit der in den Konzentrationslagern Gestorbenen Juden gewesen, aber auch Polen, Zigeuner, Italiener, Katholiken und andere stehen auf der Liste«. Niemand dürfe sich also die Tragödie »aneignen«. Befragt zu diesen Äußerungen, bestritt Bischof Pieronek am Montagvormittag im Privatsender TOK-FM, solches gesagt zu haben, die Aussagen entsprächen auch nicht seinen Anschauungen. »Entweder hat dieser Autor mich nicht verstanden oder aus gewissen meiner Sätzen falsche Schlüsse gezogen.« Das Interview habe er jedenfalls nicht autorisiert. Dass der Begriff »Schoah« von Juden geprägt wurde, sei immerhin Tatsache, die verbrecherischen Planer und Ausführer waren jedoch die Deutschen.
Der ehemalige Botschafter Israels in Polen, Prof. Szewach Weiss, nahm am Montagmittag Stellung und betonte, es sei ihm unverständlich und ganz besonders peinlich, dass der Bischof gerade zwei Tage vor dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz auf diese Weise zum Holocaust das Wort ergriffen habe. Eine Umfrage des Instituts TNS OBOP ergab Anfang Januar, dass über 60 Prozent der Polen das KZ Auschwitz als Ort der Vernichtung von Juden betrachten. 24 Prozent meinten, es seien vor allem Polen gewesen, die dort ermordet wurden.
Das Lager Auschwitz, 1940 von den deutschen Okkupanten im annektierten Oswiecim errichtet, war zunächst hauptsächlich für Polen bestimmt, ab 1942 wurden im neu errichteten Auschwitz II, Brzezinka (Birkenau), Juden aus ganz Europa ermordet. Insgesamt starben in Auschwitz nach Angaben des dortigen Museums 1,1 Millionen Menschen: etwa 1 Million Juden, 75 000 Polen, 21 000 Roma und Sinti und 15 000 sowjetische Kriegsgefangene. In der Umfrage meinten über 60 Prozent, dass die Erinnerung an Auschwitz für die ganze Welt wichtig sei.
Es ist nicht zu bestreiten, dass unter deutscher Führung ein unglaublich schreckliches Verbrechen an Millionen von Juden stattgefunden hat. Es ist aber auch nicht zu bestreiten, dass man über Juden nicht reden darf, ohne vor Mauern des Irrsinns und der Willkürjustiz zu laufen: Beipiele:
Karl Marx ist sicherlich über den Verdacht erhaben, ein Rassist oder ein Nazi im Sinne von Hitler oder Himmler gewesen zu sein, doch er beklagte, dass den Juden das Schicksal der deutschen Arbeiter egal sei. Dafür würde er heutzutage vermutlich wegen Volksverhetzung angeklagt werden.
Fehlender Assimilierungswillen wurde den Juden über Jahrhunderte von allen Nationen immer wieder vorgeworfen, zudem ist es sicherlich nicht ganz ohne Hintergrund, dass den organisierten Juden stets vorgeworfen wurde, sie spielten gegen den Rest der Gesellschaft auf Tasche.
Bei Recherchen im Internet bin ich vor wenigen Wochen darauf gestoßen, dass im Jahre 1933 z.B. 60% der Berliner Rechtsanwälte Juden waren, wobei die Juden aber nur knapp 4 % der Berliner Bevölkerung ausmachten.
Fast 60% der Berliner Anwälte in 1933:
webarchiv.bundestag.de/archive/2008/0416/aktuell/presse/2003/pz_030115.html
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Ca. 170.000 Juden in Berlin 1933:
erzwungenewege.z-g-v.de/Vertreibung/juden/juden.htm
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Ca. 4,24 Mio. Einwohner 19933 in Berlin:
www.luise-berlin.de/bms/bmstxt00/0009doka.htm
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Dass deutsche Arbeitslose auf Juden damals so gut zu sprechen waren, wie heute auf Esser, Ackermann & Co., war demnach kein Wunder. Sagt man das heute, so ist eine Verurteilung wegen Volksverhetzung nicht unwahrscheinlich, weil sofort der völlig abstruse Schluss hergeleitet wird, man wolle damit den Holocaust rechtfertigen.
Fordert man implizit die Vergasung von Esser und Ackermann, wenn man deren schräges kapitalistisches Handeln kritisiert? Ich kann das nicht erkennen.
Die Verbrechen an Millionen von Juden zwischen 1933 und 1945 waren an Ungeheuerlichkeit nicht zu überbieten.
Aber daraus müssten wir doch den Schluss ziehen, Maulkörbe nicht zuzulassen und alles gegen faschistische Entwicklungen zu tun.
Doch hat der Zentralrat der Juden protestiert, als der heimliche Kanzler Hans-Maria Globke die alten SS Leute auf breiter Front in Staatspositionen hievte? Nein, der zentralrat der Juden hat der BRD stets bescheinigt, ein völlig geläutertes Deutschland zu sein.
Für mich ist das Verrat an den Millionen gemordeten Juden, und nicht eine Ehrung ihres Andenkens.
Sobald es um Juden von heute geht, ist Kritik verboten. Das gilt eben auch für die katholische Kirche. Winfried Sobottka, United Anarchists
Erich Kästner hat sich nicht geirrt als er vormals reimte:
Da hilft kein Zorn, da hilft kein Spott,
da hilft kein Weinen, da hilft kein Beten ---
die Nachricht stimmt -- der liebe Gott
ist aus der Kirche ausgetreten.......
Mit diesem Glücksfall für die Kirche und unter Benedikt, dem Deutschen haben die Pius-Bruderschaft sowie all die Williamsons, Pieroneks und Mixas dieser ach so menschen-liebenden Vereinigung auch weiterhin sturmfreie Bude, um nach Herzenslaune ihren nie fallengelassenen antijüdischen Vorbehalt genußvoll auszuleben.
Das selige NS-Groupie Pius XII kann zu Recht voller Stolz auf das Treiben seiner heutigen Vatikan-Boys und ihrer bischöflichen Statthalter herabblicken.
Sein Erbe ist in guten Händen.
Dr. Rafael Korenzecher
... deshalb darf man nicht die gesamte Katholische Kirche verdammen, wenn wieder mal ein polnischer Bischof den besonderen polnischen Antisemitismus "raushängen" lässt.
Denn wder Lehmann, Tutu oder der (selige) Romero häten je solcherart Unsinn von sich gegeben. Obwohl sie in ihren Reihen auch -zig Tausende Opfer zu beklagen haben.
19:00 Uhr, Berlin
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