Liebe Leserinnen und Leser, der Januar brachte uns allen Schnee, Eis, Kälte, uns als ND aber auch viel Wärme in den mehr als 700 Leserzuschriften, die wir allein in diesem Monat erhalten haben. Neben inhaltlichen Meinungsäußerungen ermutigen uns viele dabei auch ausdrücklich, den eingeleiteten Kurs der Konsolidierung des Unternehmens ND fortzusetzen. Das wir dazu viele Ideen haben, versteht sich von selbst. Nicht alle werden gleich umsetzbar sein, denn angesichts unserer anhaltend angespannten wirtschaftlichen Situation ist die Machbarkeit von Projekten stets an ihre Wirtschaftlichkeit gebunden.
Hauptziel unserer Konsolidierung bleibt, neue Abonnements zu gewinnen. Am heutigen Abo-Barometer können Sie ablesen, dass wir jetzt den fünften Monat hintereinander eine stabile bzw. leicht wachsende Abo-Auflage ausweisen können. Dazu trug nicht unwesentlich bei, dass wir von den 1400 kurzfristigen Abos aus unserer Wahlaboaktion im letzten Jahr 20 Prozent in längerfristige, bezahlte Abos umwandeln konnten. Das ist auch in der Branche eine gute Quote. Auch wenn die Januarzahl immer noch ca. 1000 Exemplare unter dem Monat des Vorjahres liegt, konnten wir dem Trend der letzten Jahre langsam, aber zunehmend entgegenwirken. Damit dies so bleibt, benötigen wir allerdings weiterhin Ihre tatkräftige Hilfe, wozu auch die weitere Finanzierung von Abos für sozial schwache Leserinnen und Leser über unser Unterstützerkonto gehört. Deshalb hier noch einmal die Kontoverbindung:
ND-Unterstützerkonto
Konto-Nr. 588 000 3408
Berliner Bank AG
BLZ 100 200 00
Unser Etatplan in diesem Jahr ist in allen Umsatzbereichen sehr anspruchsvoll, der Kostenbereich »eng gestrickt«. Dass wir dabei auf einem guten Ergebnis vor allem im zweiten Halbjahr 2009 aufbauen und für das gesamte Jahr voraussichtlich nach Längerem mal wieder einen kleinen Gewinn ausweisen können, der es uns ermöglicht, weiter in das Produkt ND zu investieren, ist auch Ihrer Unterstützung zu danken.
In den folgenden Monaten gilt es vor allem, weiter an der inhaltlichen Profilierung zu arbeiten, dabei u. a. deutlich zu machen, dass wir die Tageszeitung in Deutschland sind, die mit dem Anspruch der kritischen Solidarität die Entwicklung der Linken in diesem Land medial am ausführlichsten begleitet. Vor dem Hintergrund der Turbulenzen der letzten Wochen in der Partei DIE LINKE wurde deutlich, dass dies die Leser von uns auch erwarten. Nicht wenige Erwartungen richten sich dabei auf die Programmdebatte der LINKEN, die wir in diesem Jahr auf jeden Fall ausführlich redaktionell begleiten werden.
Aber auch über dieses Thema hinaus wollen wir Ihnen in den nächsten Wochen Interessantes bieten. So werden wir u. a. ausführlich von den medialen Großereignissen Berlinale und Olympische Winterspiele berichten, letzteres zusätzlich mit einer Auftakt-Sonderbeilage am 11. Februar. Und schließlich: Dass wir Kritiken und Hinweise ernst nehmen und im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bereit sind, entsprechende Änderungen vorzunehmen, konnten unsere Leserinnen und Leser in Berlin und Brandenburg in den letzten zwei Wochen anhand der eingeführten donnerstäglichen Halbseite Programmtipps registrieren. Und unseren Rätselfreunden wird sicher entgegenkommen, dass wir ab 1. Februar zwei offensichtlich weniger »geliebte« Rätselformen auf der TV-Seite nochmal austauschen lassen.
Ihr Olaf Koppe, Geschäftsführer
Das ND hat nun einen Blog, das ist ja herrlich. Obwohl ich kein Abonnent bin, finde ich das ND eigentlich ganz gut. Eure kritische Solidarität ist ja ganz gut und schön, aber manchmal fehlt mir die journalistische Tiefe. Natürlich sind eure Ressourcen begrenzt, doch frage ich mich persönlich, warum sehr ähnliche Artikel dann später im ND auftauchen?
Es mag sein, dass viele Linke mit der Linken sympathisieren und Deutschland relevante Themen in den Vordergrund stellen, ich interessiere mich vor allem für Latein- und Südamerika. Ich würde also versuchen hier mehr Profil zu bringen, also mehr Tiefe in der Berichterstattung.
Also:
Was passiert momentan konkret in Kuba bei der Entwicklung der Landwirtschaft? Welche Pläne gibt es? Wer verwirklicht das? Welchen Einfluss hat dabei die Armee? Wie sieht die Dezentralisierung denn konkret aus? Werden dort nötige Werkzeuge hergestellt oder müssen diese immer noch in Devisen bezahlt werden? Welchen Beitrag leistet Vietnam dort zur Reisherstellung? Wird China weiteres Land für ihren eigenen Markt bestellen dürfen? Und kann nicht auch China helfen die kubanische Landwirtschaft aufzubauen? Was hat Brasilien durch die Eröffnung ihres Geschäftszentrums in Kuba vor? Und was hat Russland vor?
Es ist ja bald die Buchmesse in Havanna, dort wird meines Erachtens etwas passieren, denn Russland ist Gastland. Viel Spass beim recherchieren ...
Man darf Informationsflut nicht mit Informationsqualität verwechseln, was Sie eindeutig tun. Dass das ND nicht 20 Auslandskorrespondenten in jeder Region der Welt sitzen hat, schadet seiner Qualität nicht im Geringsten: Das ND berichtet ungeschminkt über alle Probleme, so finden sich gute Beiträge zu allen politischen Tagesthemen ebenso wie Beiträge über ökologische Perspektiven, ebenso wie Beiträge, die tiefe Einblicke in das Elend der Gesellschaft, in die Bedrohung der Tierwelt usw. erlauben.
Deutlich überwiegend sind die Beiträge sehr leicht lesbar geschrieben, was in dreifacher Hinsicht sehr wichtig ist: Erstens können jede und jeder sie so lesen, zweitens leistet das Neues Deutschland so einen wichtigen Beitrag zur Spracherziehung, denn wir brauchen keine "Geheimsprache" für eine intellektuelle Kaste, drittens gefällt das auch denen in Wahrheit besser, die auch mit sog. elaboriertem Sprachcode (komplizierter Sprache) klarkommen würden: Wenn ich eine Bergwanderung beabsichtige, ziehe ich mir ja auch keine Bleischuhe an.
Ich darf mich als wahrer Kenner der Medien-, Blog- und Forenszene im deutschsprachigen und zum Teil im englischsprachigen Internet bezeichnen, seit Jahren, und ich muss feststellen, dass keine andere Plattform der Informations- und Meinungsfreiheit so zugetan handelt wie das Neues Deutschland.
Das Neues Deutschland mag auf den ersten Blick weniger Vielfalt bieten als SPIEGEL, FOCUS usw., doch in Wahrheit bietet es mehr Vielfalt: Es behandelt die Kerne aller wesentlichen Dinge, das Neues Deutschland ist in höchst demokratischem Sinne revolutionär.
Winfried Sobottka, United Anarchists
Wer mit meinem Namen etwas anfzufangen weiß, weiß auch, dass ich nur durch Tatsachen zu überzeugen bin und selbst vor vernichtendster Kritik, wenn angemessen, nicht zurückschrecke.
Das Neues Deutschland ist derzeit das einzige Medium, für das ich Geld auszugeben bereit bin: Deutschland braucht das Neues Deutschland, weil es dem Systemkonformismus und der Unterdrückung von Informations- und Meinungsfreiheit die Informations- und Meinungsfreiheit entgegensetzt.
Wer sich ein Abo des Neues Deutschland leisten kann, der sollte unbedingt eines abschließen.
Wer jemanden kennt, der kritisch denkt, sollte ihm bei Gelegenheit ein Geschenkabo des ND zukommen lassen: Es bietet definitiv mehr als SPIEGEL, FOCUS, ZEIT und STERN zusammen, ist dabei günstiger als die genannten Alternativen. Das Problem besteht offenkundig darin, dass es einer Vielzahl von Leuten gar nicht klar ist, was das Neues Deutschland heutzutage zu bieten hat. Geschenkabos sind ein Weg, das zu ändern!
Mein Geld ist zu knapp für ein Vollabo, doch nach dem nun anstehenden Geldtag werde ich ein Wochenendabo abschließen und dem Rechnungsbetrag einen kleinen Solidaritätsbeitrag hinzufügen.
Ich rufe alle demokratischen Kräfte auf, ihren Anteil zu leisten, damit das Neues Deutschland überleben kann.
Im Namen von United Anarchists
Winfried Sobottka, United Anarchists
Wenn Sie soviel Erfahrung als Blogger haben, dann haben Sie mein Posting scheinbar nicht verstanden. Ich schrieb ja, "aber manchmal fehlt mir die journalistische Tiefe", oder? Und verwies dabei auf begrenzte Reccourcen. Was daran unfair ist, ist mir nicht klar.
Die hier aufgestellten Fragen sind doch interessant, sind aus meiner Perspektive aufgestellt und haben nichts mit journalistischer Quantität oder Qualität zu tun, sie haben nämlich mit Journalismus nichts zu tun. Schließlich schreibe ich ein Posting und keinen Artikel, das überlasse ich der Redaktion.
Sie sind als revolutionärer Anarchist etwas übermotiviert, aber keine Angst, sie wird kommen und dann werden wir sehen wo Sie dann sind.
Das System hat abgewirtschaft, und neuerdings gibt es im Brei des Systemkonformismus, der allen vernünftigen Erkenntnissen trotzend an verfehlten Wegen festhalten will, einige Widerstandspunkte, die das sagen: "Mit uns nicht mehr!"
Sie verwechseln journalistische Tiefe mit journalistsicher Breite, denn was Sie anführten, betreffend Kuba usw., macht deutlich, dass Sie dem ND vorwerfen, nicht über alles, was es an speziellen Dingen auf der Welt gibt, zu berichten.
Die journalistische Tiefe fehlt dem ND jedenfalls nicht: In allen Artikeln geht es den Dingen auf den Grund, auch dort, wo systemkonforme Medien es meiden und stattdessen sogar die wahren Gründe verschleiern.
Was mich angeht, so brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Ich bin nur ein Hauch im Wind der Weltgeschichte, aber das, wofür ich kämpfe, ist unsterblich: Gerechtigkeit und Vernunft.
Wer soll also kommen, vor wem sollte ich mich fürchten? Kriminelle Staatsschutz Polizei? Wir werden sehen, wie es ausgeht.
Winfried Sobottka, Ubnited Anarchists
Wenn Sie denn soviel Erfahrung haben, dann sollten Sie ja wissen, dass man anderen Postern keine Vorwürfe, Belehrungen und Unterstellungen offeriert ... Mir wird das mit Ihnen zu viel ...
Es geht um ein anderes Thema als um Ihre revolutionären Agit-Prop Postings, sie lehnen sich weit aus dem Fenster heraus ...
Ich will diese "Diskussion" jetzt beenden.
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
Diesmal aber mit Plan Der Nordosten und die inklusive Bildungspolitik
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