Seit Wolfgang Schäuble Finanzminister ist, meint alle Welt, dass der Mann einen Haufen Geld hat. Da kommt kein Karlheinz oder sonst ein Schreiber mehr des Wegs, der ihm mal so nebenbei einen Umschlag mit 100 000 – Mark waren's damals noch – für seine klamme Partei rüberschiebt. Dafür kriegt Schäuble täglich tolle Angebote für teure Sachen, die sich kein normal Sterblicher leisten kann. Die jüngste Offerte betrifft eine CD. 2,5 Millionen Euro soll die Scheibe kosten. Das ist eine Menge Kies, wenn man bedenkt, wie viel seltene Beatles-Platten man dafür bei eBay ersteigern könnte. Dabei sollen auf der CD nicht mal ein paar anständige Songs von Bob Geldof, Frank Zaster oder Miss Moneypenny sein, an denen ein Finanzminister Freude hätte, sondern lediglich die Namen von ein paar Hundert Steuersündern. Steuersünder? Wie ein Sprecher Schäubles erklärte, möge sich der Verkäufer damit gefälligst an das Kraftfahrt-Bundesamt oder das Verkehrsministerium wenden. ibo
Aktuelle Ausgabe: 24.05.2012
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