Am Xingu, einem Nebenfluss des Amazonas, soll in den nächsten Jahren das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt entstehen. Doch das Projekt ist heftig umstritten. Vor allem Indigena-Vertreter und Umweltgruppen protestieren gegen den Bau.
Mit der Genehmigung durch das Umweltministerium in Brasilia geht das Energieprojekt nach zwei Jahrzehnten Planung in die Realisierungsphase. Die Baukosten des Staudamms sind auf elf Milliarden US-Dollar veranschlagt. Den Großteil der Finanzierung übernimmt wohl die staatliche Entwicklungsbank BNDES. Mit einer Stromleistung von 11 000 Megawatt wird Belo Monte nach dem Drei-Schluchten-Stausee in China sowie dem gemeinsam von Brasilien und Paraguay betriebenen Itaipú-Staudamm zum drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt.
Belo Monte ist Teil des »Programa de Aceleração do Crescimento« (Programm zur Beschleunigung des Wachstums), das die Regierung zur Infrastrukturentwicklung aufgelegt hat. Darin wird die Errichtung von Wasserkraftwerken für unabdingbar für die Sicherung der Energieversorgung des Landes angesehen. Allein im Amazonas-Gebiet sollen in den nächsten Jahren rund 70 kleinere und größere Wasserkraftwerke entstehen. Auch helfen Projekte wie Belo Monte, den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und Brasiliens im vergangenen Jahr festgelegte Emissionsziele einzuhalten. Bereits jetzt deckt Wasserkraft 80 Prozent der brasilianischen Stromversorgung. Der neue Riesenstaudamm soll ab dem Jahr 2015 elf Prozent des Strombedarfs decken.
»Es ist ein Projekt, das seit vielleicht mehr als zwanzig Jahren Polemik hervorruft und eine große Herausforderung darstellt«, räumte Umweltminister Carlos Minc ein. Allerdings sei es andererseits »Teil von Brasiliens Kampf gegen den Klimawandel, indem der Anteil erneuerbarer Energien ausgeweitet wird«. Befürworter wie Gegner seien umfassend angehört und letztlich sei ein ordentlicher Kompromiss gefunden worden, so der Minister. Das ursprüngliche Konzept wurde von vier geplanten Wasserkraftwerken auf eines reduziert.
Umweltschützer und Menschenrechtsgruppen kritisieren dennoch weiterhin das Projekt wegen seiner Auswirkungen auf die Ureinwohner und die Umwelt. Der Stausee wird rund 500 Quadratkilometer Land überfluten, wobei ursprünglich sogar die dreifache Fläche betroffen sein sollte. Die Auswirkungen auf das Ökosystem und die Fischbestände seien verheerend. Das Xingu-Becken hat laut Experten einen Artenreichtum an Fischen wie ganz Europa. Dieser werde durch das Wasserkraftwerk unwiederbringlich zerstört.
Nach Angaben der Bewegung Xingu Vivo dürften rund 20 000 Bewohner umgesiedelt werden. Da der Staudamm große Teile des Regenwaldes zerstört, bedroht er zudem den Lebensraum mehrerer indigener Völker, bemängeln deren Vertreter. Die Einwände der direkt Betroffenen seien während der Anhörungen nur ungenügend berücksichtig worden.
Das Unternehmen, das den Zuschlag für den Bau erhält, wird umgerechnet rund 800 Millionen Dollar an Schadensersatz zahlen müssen. Doch laut Umweltminister Minc handelt es sich nicht um »Wiedergutmachung für Umweltschäden, sondern um Motivationen, Gegenleistungen und Vorkehrungen«. Laut den Kritikern sollen die Ausgleichszahlungen lediglich das Gewissen beruhigen.
Die Dummheit von Brasilien muss man erst einmal verstehen, jedoch die Gemeinheiten von USA und Europa kennt inzwischen jeder. Niemand berichtet von den neuen 62 Atomkraftwerken, die von USA und Europa in den vergangenen Jahren an die Brasilianer verkauft wurden und bis 2050 fertig gestellt werden sollten! Dass es hier um modernste Technik handelt, bezweifle ich!!! Den Hilfebedürftigen primitiven Präsident Lula da Silva zu helfen liegt fern von den zivilisierten Gemeinschaften, dafür wird jeder Mist verkauft! Für mich ist nicht nur Brasilien für deren Unfähigkeit verantwortlich, viel mehr sehe ich in USA und Europa die wahren Schuldigen, die von keiner Sauerei Abstand nehmen. Um Geld machen diese Herrscher alles, nur nicht für die Völker, sondern lediglich im eignen Interesse! An Kinder und Kindeskinder denkt niemand mehr, die Erde wird von uns Menschen vernichtet und der Grossteil der Bevölkerung kapiert es nicht einmal! Wann werden die Völker munter und vertreiben diese verbrecherischen Herrscher???
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