Denis Grigorescu, Bukarest 10.02.2010 / Wirtschaft und Umwelt

Rumänien ist kein Land für Kranke

Nur drei von 431 staatlichen Krankenhäusern entsprechen dem europäischen Standard

Das rumänische Gesundheitssystem wird von der Regierung vernachlässigt. Lediglich 3,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) werden für die Gesundheitsversorgung aufgewendet. Wer es sich leisten kann, flieht deshalb zur Behandlung nach Ungarn. Auch das medizinische Personal verlässt Rumänien.

Rumänien ist schön, von seinen Landschaften bis hin zur freundlichen Lebensart. Wer allerdings auf Dauer hier leben möchte, sollte eines mitbringen: Gesundheit. Denn Rumänien ist kein Land für kranke Menschen. Krankwerden ist in Rumänien gefährlich. Vor allem für jene Rumänen – die Mehrheit im Lande – die mit weniger als 200 Euro im Monat auskommen müssen. Denn Kranksein ist teuer, die Kliniken schlecht und die Behandlung mangelhaft. Den Ausflug zur Behandlung etwa nach Ungarn können sich nur wenige leisten.

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