Ludwigslust/Schwerin (dpa/ND). Ein 39 Jahre alter Mann, der einen Afrikaner auf dem Bahnhof Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) angegriffen und auf die Gleise gestoßen haben soll, ist nach einer Vernehmung durch die Polizei am Montag wieder freigelassen worden. Es werde weiter gegen ihn wegen Körperverletzung und Beleidigung mit ausländerfeindlichem Hintergrund ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Schwerin. Der 43 Jahre alte Asylbewerber sei bei dem Sturz auf die Gleise leicht verletzt worden. Er habe sich aber nicht ärztlich behandeln lassen.
Der mutmaßliche Täter sei mit Hilfe von Videoaufzeichnungen identifiziert worden, hieß es. Er komme aus der Region Ludwigslust. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend.
Der 39-Jährige hatte nach Polizeiangaben den Rucksack des Asylbewerbers auf das Gleisbett geworfen und den Mann beleidigt. Als der Afrikaner seinen Rucksack von den Schienen geholt hatte, sei er von dem Angreifer mit voller Wucht auf die Gleise zurückgestoßen worden. Bei dem Sturz verletzte sich der Asylbewerber. Er habe das Gleisbett am gegenüberliegenden Bahnsteig verlassen, wie auf den Videoaufzeichnungen zu sehen sei.
Die Bahnsteige liegen an der viel befahrenen ICE-Strecke Berlin-Hamburg.
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