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65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens

Rechte Gewalt im Vorfeld

Im Vorfeld des Dresdner Naziaufmarsches häuften sich Anschläge und Übergriffe von Neonazis, stellt stellt Ulli Jentsch fest. Er ist Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin.

Eine Woche vor dem Naziaufmarsch versuchten etwa 15 mit Handschuhen und Sonnenbrillen bekleidete Nazis, eine antifaschistische Kundgebung in der sächsischen Landeshauptstadt zu stören. Nach Angaben des Antifa-Recherche-Teams (ART) Dresden beteiligten sich daran auch bekannte und verurteilte rechte Schläger. Die anwesenden Antifaschisten griffen ein und konnten sie abdrängen.

Nazis messen dem Aufmarsch am diesjährigen 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens eine besondere Bedeutung bei, meint die sächsische Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (LINKE). Sie berichtet, dass es derzeit in Sachsen jedes Wochenende zu Übergriffen kommt, zum Beispiel in Colditz am 29. Januar, wo eine Gruppe teils bekannter Neonazis mit einer Eisenstange auf linke Jugendliche eingeschlagen habe. In Köditz' Wahlkreis in Grimma und anderen Städten klebten Nazis dieser Tage flächendeckend Plakate zum Todestag des SA-Sturmführers Horst Wessel am 23. Februar.

Auch außerhalb von Sachsen stellen Nazis ihre Taten in einen Kontext zu Dresden. In Salzwedel (Sachsen-Anhalt) griffen Anfang Februar Vermummte eine Infoveranstaltung an. In Berlin-Neukölln wurde in der Nacht zu Montag die Geschäftsstelle der Grünen mit der Parole »Dresden '45 unvergessen« beschmiert. Bei linken Berliner Projekten, die für ihre antifaschistische Arbeit bekannt sind, wurden vergangene Wochen Scheiben und Eingangstüren beschädigt und NPD-Zettel verklebt. Dessen ungeachtet mobilisierten die Initiativen weiter zu den Blockaden. Niels Seibert

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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