Martin Kröger 23.02.2010 / Berlin / Brandenburg

Neonazi-Mordaufruf im privaten Briefkasten

Einige Antifaschisten, die den Blockadeaufruf für Dresden unterzeichneten, erhielten ein Drohschreiben

Das Schriftstück ist eine unverhohlene Ansage. »Dein Leben interessiert uns brennend« steht auf dem Schwarz-Weiß Ausdruck zu lesen. Beigelegt war ein Streichholz. Unterzeichnet ist der Drohbrief mit »Kommando 13. Februar« – dem Tag, als vor kurzem in Dresden Tausende Neonazis damit scheiterten, einen Gedenkmarsch für die Opfer eines Alliierten Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg durchzuführen.

Drohschreiben
Der Leser, der das ND bereits am Wochenende über den Ausdruck aus seinem Briefkasten informierte, hat jetzt Angst. Er fragt sich allerdings weniger, woher die Neonazis seinen Namen haben könnten, dafür jedoch umso mehr, wie sie an seine Adresse gekommen sind. Dass sie auf ihn kamen, erstaunt den Mann deshalb nicht, weil er einer derjenigen war, die öffentlich den antifaschistischen Blockadeaufruf für Dresden unterzeichneten. Das Unbehagen rührt nun vor allem daher, dass das Drohschreiben nicht über den Postweg, sondern direkt von den Nazis in den Briefkasten geworfen wurde. Die subtile Botschaft, die offenbar einschüchtern soll: »Wir wissen, wo du wohnst.« Der aufrichtige Privatmann ist indessen nicht der einzige Blockadeaufrufunterzeichner, der einen solchen Drohbrief erhalten hat.

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