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Kuba kontert Kritik

Erklärung des EU-Parlaments zurückgewiesen

Kuba hat Kritik des Europäischen Parlaments am Tod des Systemoppositionellen Orlando Zapata nach einem Hungerstreik zurückgewiesen.

Havanna/Straßburg (AFP/ND). Die Entschließung, in der sich das EU-Parlament auch besorgt über die Lage anderer hungerstreikender Häftlinge in Kuba äußerte, sei »beleidigend und diskriminierend«, stellte das kubanische Parlament am Donnerstag in einer Erklärung fest.

Mehrere mächtige Mediengruppen, vor allem in den USA, hätten eine »konzertierte Kampagne« gegen Kuba geführt, heißt es in der Erklärung weiter. Das Europäische Parlament habe anschließend nach einer »abscheulichen Debatte« eine Resolution verabschiedet, die »Gefühle manipuliert, Tatsachen verdreht, Lügen enthält und die Wirklichkeit kaschiert«. Die EU erteile anderen Lektionen und unterdrücke zugleich Einwanderer und Arbeitslose.

Das EU-Parlament hatte in seiner Entschließung den »vermeidbaren und grausamen Tod« Zapatas nach einem 85-tägigen Hungerstreik verurteilt. Die Abgeordneten äußerten auch »tiefe Besorgnis« über die Lage mehrerer Inhaftierter, die sich derzeit im Hungerstreik befinden. Vor allem der Zustand des Systemoppositionellen Guillermo Fariñas sei »alarmierend«. Die EU-Volksvertretung forderte Kuba abermals auf, die politischen Häftlinge im Lande »unverzüglich und bedingungslos« freizulassen.

Nach dem Tod Zapatas am 24. Februar waren mehrere andere Oppositionelle ebenfalls in Hungerstreik getreten. Fariñas wurde vergangene Woche vorübergehend in eine Klinik gebracht.

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24.05.2012 | Katja Eichholz, David König und Olaf Präger

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