Schlaraffenland für Pharmahersteller

Konzernkritiker Philipp Mimkes sieht die Arzneikosten-Pläne von Minister Rösler mit Skepsis

Die Lobby der Pharmaindustrie ist so einflussreich, dass selbst Bundesregierungen nicht dagegen ankommen, sagt Philipp Mimkes. Als Geschäftsführer der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) beschäftigt sich der Diplom-Physiker (42) seit Jahren mit den Machenschaften der Pharmabranche. Auch der neue Gesundheitsminister wird nicht für merklich sinkende Ausgaben für oft nutzlose Arzneimittel sorgen. Mit Mimkes sprach Kurt Stenger.CBG

ND: Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) möchte den Anstieg der Arzneimittelkosten begrenzen. Beginnt bei Bayer und anderen forschenden Pharmaherstellern nun das große Zittern?
Mimkes: Das wage ich zu bezweifeln. Die genauen Vorschläge liegen zunächst einmal noch gar nicht auf dem Tisch, und der Widerstand auch aus den Reihen der FDP wächst. Ansätze zu einer wirklichen Kostenreduzierung im Gesundheitswesen sind aber gerade von der FDP, die bislang für knallharte Klientelpolitik steht, nicht zu erwarten. Schließlich hat Herr Rösler erst kürzlich den Chef des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, demontiert. Dieser war einer der Wenigen, der sich getraut hat, der Pharmaindustrie die Stirn zu bieten. Von daher ist Skepsis angebracht.

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