Tino Brömme und Karl-Heinz Kloppisch 15.03.2010 /

Alice, der Spiegel und die Studenten

Bologna-Konferenz in Budapest und Wien

Bildungsminister und Staatssekretäre aus 47 europäischen Ländern haben jetzt in Budapest und in Wien zwei Tage lang die Ergebnisse der erste Dekade des Bologna-Prozesses zur Angleichung der Standards und der Kriterien im europäischen Hochschulunterricht und die Ausrufung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes bewertet. Sie räumten Fehler bei der Umsetzung der Reformpläne ein und versprachen, kritischen Stimmen künftig mehr Gehör zu schenken. Gegen die Konferenz gingen in Wien über 2000 Studenten auf die Straße.

War der erste Teil der Konferenz in Budapest mit einer hektischen Parade ministerieller Statements im ungarischen Parlament kaum berichtenswert, wurden die 47 europäischen Delegationen und ihre internationalen Gäste nach der gemeinsamen Fahrt im »Nostalgiezug« und der anschließenden festlichen Gala am Donnerstagabend in der Wiener Hofburg warm miteinander. Wenngleich die Anti-Bologna-Proteste und Straßenblockaden österreichischer und europäischer Studierender den Ministern eine Verspätung bescherten, hatte man am Freitag bei den Konferenzteilnehmern fast den Eindruck, als seien sie sogar dankbar für diese negative öffentliche Resonanz. Es war, als würde die Ablehnung der Demonstranten den Ministern ihre neue, soziale Mission bestätigen. Die Konferenz gab sich reuig und optimistisch.

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