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Von Karl-Wilhelm Götte, München
01.04.2010

Tage der Entscheidung

Bayern besiegt ManU 2:1 und geht gestärkt in die heiße Saisonphase

Profifußball ist ungeheuer schnelllebig. Da bleibt kaum Zeit, einen Triumph zu genießen. Nur 30 Minuten nach dem 2:1-Sieg des FC Bayern München gegen Manchester United war Karl-Heinz Rummenigge bereits wieder beim nächsten Gegner. Der heißt FC Schalke 04 und erwartet den FC Bayern zum vorentscheidenden Meisterschaftsduell auf eigenem Rasen. Beim Stichwort »Rasen« explodierte der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern AG wie ein angestochener Luftballon und redete sich sofort in Rage. »Ich bin stocksauer auf die Deutsche Fußball Liga«, wetterte Rummenigge los, »ich werde mir das nicht gefallen lassen.« Die DFL habe eine Spielordnung, darin sei festgelegt, dass ein Platz »eben und in gutem Zustand sein muss«.

Daran habe es im Pokalspiel auf Schalke völlig gefehlt, und die DFL sei untätig geblieben. »Das wird nicht vergessen«, schloss Rummenigge seine Wutrede und drohte an, dass man die Spielordnung demnächst auch nach eigenem Gusto auslegen werde.

Doch der Abend in der mit 66 000 Zuschauern ausverkauften Münchner Allianz Arena mit dem Finale furioso gehörte nicht dem Schalker Rasen, sondern den Bayern und seinem bissigen Matchwinner Ivica Olic. Der stibitzte in der Nachspielzeit dem Manchester-Verteidiger Patrick Evra den Ball und versenkte ihn in der 92. Minute zum umjubelten 2:1-Erfolg der Münchner, der ihnen für das Rückspiel im Old Trafford nächsten Mittwoch alle Möglichkeiten offen lässt, nach 2001, als sie die Champions League sogar gewannen, wieder einmal das Halbfinale des Meistercups zu erreichen.

Für die Bayern war der Last-Minute-Sieg ein bisschen Revanche für jene unvergessene 1:2-Niederlage 1999 im Champions-League-Finale gegen die Engländer, und Olic war der passende Mann des Siegtreffers. Der 30-jährige Kroate ist einer der Lieblingsspieler des Münchner Publikums. Als Stürmer rennt er immer mit Volldampf auf den Ball führenden Verteidiger oder den Torwart los, um die Kugel zu erobern. Das gelingt Olic zwar fast nie, aber dafür hat er sich das Image eines die Gegner hetzenden »Bullterriers« erarbeitet. »Olic ist immer scharf«, beschrieb Bayern-Trainer Louis van Gaal die Qualitäten des Angreifers und sorgte für Heiterkeit.

76 Minuten lang lief es gar nicht so lustig für van Gaals Formation. Alles schien für Manchester angerichtet zu sein. Wayne Rooney hatte die Bayern bereits nach 64 Sekunden mit dem 1:0 geschockt. Der 24-Jährige hielt mit seiner körperbetonten Spielweise und seinem flinken Antritt die Münchner Innenverteidiger Daniel van Buyten und Martin Demichelis ständig in Atem. »Bei dem musst du sehr konzentriert sein«, gab sich van Buyten beeindruckt.

Doch Rooney vergab die Chance zum 2:0 und fälschte beim Freistoß von Franck Ribéry den Ball unglücklich zum 1:1 (77.) ins eigene Tor ab. Am Ende wurde er humpelnd vom Platz geführt. Seine Knöchelverletzung erwies sich aber weniger schlimm als zunächst befürchtet. Er zog eine Verstauchung zu und muss zwei bis vier Wochen pausieren.

Rooney war bei Rummenigge kein Thema. Er beschäftigte sich immer noch mit dem Bundesligaspiel auf Schalke und dass Felix Magath den Bayern den Meistertitel erneut vermasseln könnte. »Das wird ein ganz heißes Spiel«, kündigte Rummenigge an. Erst Schalke, dann wieder Manchester – da geht es in wenigen Tagen auch um Millionen Euro für die FC Bayern München AG.

Viertelfinal-Hinspiele

Ol. Lyon - Bordeaux 3:1 (2:1)

München - Manchester 2:1 (0:1)

FC Arsenal - FC Barcelona n. Red.

Inter Mailand - ZSKA Moskau n. Red.

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