Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

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Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

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Wir hoffen, dass viele LeserInnen zu dem Entschluss kommen: Linker Journalismus ist mir etwas wert!

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14.04.2010
Tagesglosse

Unten links

Eine Studie mehrerer deutscher Forschungsinstitute hat ergeben, dass Menschen im Osten, je älter sie werden, politisch wieder mehr nach links rücken. Der alte Virus vom unaufhaltsamen Fortschritt steckt im unaufhaltsam fortschreitenden Leben. Wo Erfahrungen der Bejahrten immer weniger gebraucht werden, verkleidet sich der Umsturz als Nordic Walker und stampft mit den Skistöcken auf – weil man kein Schnee von gestern sein will. Plötzlich geht einem ganz anders auf, was das heißt: Suche nach den gesellschaftlichen Alter-nativen. Nach dieser Studie zieht der Verfassungsschutz hoffentlich die richtige Konsequenz, lässt die Kommunistische Plattform in Ruhe und schleicht sich in die Altersheime ein. Dass Senioren nach links driften, könnte ihr großes geistiges Aufatmen sein: Wer die Zukunft hinter sich hat, muss keine Gegenwart mehr fürchten. Schön, sich für etwas Kühnes einzusetzen – mit der guten Gewissheit, nicht alles davon noch mal erleben zu müssen. hades

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