Michael Müller 21.04.2010 / Sport

Zwänge in der Heimspielhöhle

Countdown für Titelverteidiger Viswanathan Anand und Herausforderer Wesselin Topalow

Warten auf Anand: Gestern Vormittag endlich traf Weltmeister Viswanathan Anand nach 40-stündiger Autofahrt in Sofia ein. In Frankfurt am Main hatte es für ihn ein böses Flugmatt gegeben, das für Turbulenzen sorgte. Heute Abend wird sein WM-Duell mit Herausforderer Wesselin Topalow feierlich eröffnet. Auch die erste Partie soll planmäßig am Freitag beginnen. Der Weltschachverband lehnte gestern Anands Ansinnen ab, die Auftaktpartie wegen seiner verspäteten Anreise etwas aufzuschieben. Der Kampf des indischen Tigers in der Höhle des bulgarischen Löwen steigt.

Zeichnung: Christiane Pfohlmann

Dass die Anfrage Anands betreffs einer dreitägigen Verschiebung des WM-Starts sofort regen wie harschen Notenwechsel zwischen den Teams, Organisationskomitee und Schachweltverband FIDE auslöste, war nicht nur eine Frage drohender Zusatzkosten durch bindende TV-Verträge. Ein bisschen Wirbel gehört durchaus zu den Ritualen vor so einem Match. Das ist der Phase des Wiegens beim Profiboxen vergleichbar. Nur dass weniger auf Muskel-, denn auf Taschenspiele abgehoben wird.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: