Jan Opielka 06.05.2010 / Literatur
Politisches Buch

»Der Junge kämpfte mit Tränen«

Whitney R. Harris über Tyrannen vor Gericht – das Nürnberger Tribunal

Blick in den Nürnberger Gerichtssaal

Er hat viel zu sagen. Whitney R. Harris, ehemaliger US-amerikanischer Mitankläger beim Nürnberger Prozess gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs, ist zwar mittlerweile 97 Jahre alt, doch hält er bei Veranstaltungen weiterhin Plädoyers für die Internationale Strafrechtsprechung. Als ein solches Plädoyer ist auch sein ins Deutsch übersetztes Buch »Tyrannen vor Gericht« zu lesen, in dem er Genese, Verlauf und Nachwirkungen des Nürnberger Prozesses gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher detailliert nachzeichnet und kommentiert. Die Tatsache, dass das Werk in seiner Erstauflage in der englischen Fassung bereits 1954 erschienen war, macht die Lektüre nur noch interessanter – und die Frage, warum erst so spät eine deutsche Ausgabe vorliegt, stellt sich Kapitel um Kapitel neu. Denn Harris' Buch wurde bereits nach seinem Erscheinen in den USA 1954 als ein bedeutendes Werk zur Aufarbeitung des Nürnberger Prozesses gewertet.

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