(ND). Könnten sie direkt selbst entscheiden, würden rund 63 Prozent der Ostberliner Bevölkerung und 70 Prozent der Ostberliner Autofahrer für eine umfassende Modernisierung des Straßennetzes und den Weiterbau der A 100 stimmen. Nur 25 Prozent aller Befragten sprachen sich gegen einen Weiterbau der A 100 aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen FORSA-Umfrage, die der ADAC Berlin-Brandenburg unter 500 Ostberlinern telefonisch am 12. und 13. Mai durchführen ließ. Anhänger der CDU halten die Erneuerung des Straßennetzes zu 73 Prozent für erforderlich, gefolgt von Anhängern der SPD mit 63 Prozent. Anhänger der LINKEN stimmten fast gleichlautend mit der SPD mit 59 Prozent für eine Modernisierung im Ostteil der Stadt.
... wurden hier wieder einmal bestätigt. Von den etwa 1,2 Millionen so genannten Ostberlinern wurden 500 befragt. Daraus mittels Hochrechnungen solcherart Zustimmungen (oder Ablehnungen) zu konstruieren, hat Frau Noelle-Neumenn (selig) und andere vertreter ihrer Zunft zur Millionären, normale Menschen und Zeitungschreiber hingegen zu Blödleuten gemacht. Allein der Auftraggeber dieser Umfrage lässt doch das (veröffentlichte) Ergebnis schon im Vorfeld erwarten. Denn in der Praxis ist es doch so, dass die Veröffentlichung (der ein großer "Werbeeffekt" für das Befragungsunternehmen innewohnt) vom Auftraggeber genehmigt werden muss. Eine Zwei-Drittel-Ablehnung der Autobahn hätte der ADAC sicher für sich behalten. Das konnte Forsa auch nicht gelegen sein. Also ... ? Trau schau wem!
Aktuelle Ausgabe: 25.05.2012
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