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Kein Unterschied zwischen Mensch und Tier?

Für Teile der Tierrechtszene ist das weltweite Elend von Menschen nachrangig

Unter dem Deckmantel der politischen Linken fühlen sich auch »Antispeziesisten« und sehr engagierte Tierfreunde wohl.
Tierquälerei bewegt Menschen oft mehr als der Krieg in Afgh
Tierquälerei bewegt Menschen oft mehr als der Krieg in Afghanistan.

Pluralismus in der Linken mag oftmals Vorzüge mit sich bringen. Zeitweise jedoch treibt die Toleranz verschiedener politischer Ansätze auch absonderliche Blüten. So etwa im Fall der sogenannten Tierrechtler. Diese verstehen sich meist als Teil der radikalen Linken und haben sich der Befreiung von Mensch und Tier gleichsam verschrieben. Weiten Teilen dieser engagierten Tierfreunde ist dabei jedoch offenbar der Bezug zur Realität abhanden gekommen. So kämpfen sie zwar verständlicherweise gegen Massentierhaltungen, Quälereien und unwürdige Tierhaltung an, vernachlässigen dabei jedoch nahezu unentwegt die Situation von Menschen.

Natürlich, nichts spricht dagegen, sich für das Wohl aller Lebewesen einzusetzen und sich gegen Massentierhaltung und andere unhaltbare Zustände stark zu machen. Dabei sollte jedoch das Wohl der Menschen nicht außer Acht gelassen werden. Denn ist es nicht bedeutsamer, wenn in Afghanistan Menschen durch deutsche Bombardierungen ermordet werden, als wenn irgendwo auf der Welt Tiere mißhandelt oder getötet werden? Kernaufgabe der politischen Linken sollte immer sein, die soziale Frage und die von Krieg und Frieden zu thematisieren und sich nicht mit emotional angereicherten Minderheitendebatten selbst zu isolieren. Ob »Hase Mucki« irgendwo auf der Welt gequält wird, mag zwar heutzutage am Tresen eines beliebigen autonomen Zentrums von überdurchschnittlichem Interesse sein, für die breite Mehrheit der Menschen ist es das jedoch nicht.

Im Endeffekt wiederholt sich in der radikalen Linken alle paar Jahre der gleiche Vorgang: Eine kleine Gruppe von Personen geriert sich wortgewaltig und zwingt der schweigenden Szenemehrheit die absonderlichsten politischen Forderungen auf. Dieses Vorgehen war bereits in den 1990er Jahren bei den Veganern, die auf alle tierischen Produkte verzichten, zu beobachten, nahm seinen weiteren Verlauf bei sogenannten Antideutschen und wird heute von einigen besonders engagierten Tierfreunden inszeniert, die nunmehr die naturgegebenen Unterschiede zwischen den Spezies der Menschen und Tiere bezweifeln und sich daher als »Antispeziesisten« bezeichnen. Sie lehnen Tierhaltung und -nutzung als Unterdrückung ab, verneinen Unterschiede zwischen Tieren und Menschen und hallizunieren sogar Liebesbeziehungen zwischen Mensch und Tier herbei.

Keineswegs ist es außerdem akzeptabel, wenn manche Tierrechtler in Bezug auf Legebatterien für Geflügel von »Hühner-Konzentrationslagern« schwadronieren und damit die Singularität des deutschen Massenmordes an den Juden in Frage stellen. Dies geschieht bereits seit Jahren und wird zumindest von Teilen der Linken toleriert.

Vieles an Absurditäten ist in den vergangenen Jahrzehnten in der radikalen Linken geduldet worden. Ist es ab einem gewissen Punkt jedoch erforderlich, klare Kante zu zeigen; zumindest, wenn man überhaupt noch den Wunsch haben sollte, gesellschaftliche Mehrheiten zu erringen?

Anstatt sich nun wieder über Jahre hinweg mit jugendlichen Mittelklasse- und Möchtegernradikalen und deren versponnenen Debatten aufzuhalten, sollten die linken Kernthemen wieder in den Mittelpunkt der radikalen Linken zurückgeholt werden. Und das sind wie erwähnt eine offensive Antikriegsarbeit und der Kampf um soziale Gerechtigkeit.

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23 Kommentare zu diesem Artikel

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  • AntispeTue, 09. Okt 2010 02:23

    Vorurteilen begegnen

    Bei den angeblichen "menschenverachtenden" Konsequenzen des antispeziesistischen Ansatzes und der Ansicht, dass AntispeziesistInnen überhaupt keinen Unterschied zwischen Menschen und anderen Tieren mehr gelten lassen wollen, handelt es sich um verbreitete Vorurteile.
    Die Antispeziesistische Aktion Tübingen hat kürzlich einen Text verfasst, in dem sie genau diesen Vorurteilen begegnet: asatue.blogsport.de/2010/07/27/ein-gespenst-geht-um-das-gespenst-des-antispeziesismus/

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  • Franzi, 02. Jul 2010 15:17

    Ein kleines Bisschen Verwirrung und ein großes Bisschen Empörung

    Wenn der Herr Hein will, soll er doch seine Kritik an der Linken äußern! Frage: Kritisiert er jetzt explizit die Linken oder auch die Veganer? Oder die linken Veganer??? Hm.
    Jedenfalls sind diese äußerst unnötigen Seitenhiebe in Richtung Veganer, die der Herr ja allein schon als "radikal" bezeichnet, unter aller Sau! Ich bin ja nun Veganerin, aber wirklich alles andere als radikal :D zum Totlachen!

    Ja, ich setze mich durch den Veganismus wohl oder übel mehr für Tiere ein, als für Menschen in Afghanistan. Aber soll ich mich denn um alles kümmern? (=Achtung: Sarkasmus!)
    Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte man sich also lieber gar nicht engagieren, als allein etwas für den Tierschutz zu tun? --> Entweder Tierschutz und Einsatz gegen den Krieg ODER komplett die Fresse halten.. hm, klingt doch vollkommen vernünftig (=Und nochmal Achtung: Ironie!)

    Ich bin übrigens weder links noch rechts. Ich gehöre keiner Partei an.

    Zum Abschluss noch eine kurze, konstruktive Kritik zu Ihrem Schreibstil:
    Früher (ich weiß ja nun nicht wie alt der Herr Hein ist) hat man durchaus gelernt, möglichst verschachtelte Sätze zu schreiben, galt wohl damals als schick und eloquent - Ist es heute aber nicht mehr. Ebenso wie der übermäßige Gebrauch von Fremdwörtern und Nominalisierungen. Das soll anscheinend dafür sorgen, dass die Argumente überzeugender wirken, weil man nur "blabla" versteht (Politiker nutzen diesen Trick übrigens auch sehr gern, funktioniert auch meistens).
    Wenn man aber verständliches, nicht-verschachteltes Deutsch schreiben kann und die Argumente sich trotzdem noch einleuchtend anhören, dann hat man einen guten, überzeugenden Kommentar verfasst.

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  • JensGrote, 14. Jun 2010 15:02

    Bah...

    Herrje, ist dieser Artikel widerlich. Ich bin wirklich beruhigt, dass der ganz klar aus einem Lager kommt, das er selber anscheinend angreifen will, nämlich aus dem einer winzigen radikalen Minderheit. Wenn man zur "radikalen Linken" gehören möchte, ist es dann unbedingt erforderlich, Scheuklappen zu tragen und Verbrechensranglisten zu führen, diese sogar nach ethischen Gesichtspunkten in "wichtige" und "unwichtige" Kathegorien zu unterteilen? Was bin ich froh, dass ich nur Tierrechtler bin und mich deshalb von diesem Fanatismus klar abgrenzen kann. Kann man tatsächlich so radikal links sein, dass man sich teilweise schon auf der anderen Seite der Skala bewegt?

    "Denn ist es nicht bedeutsamer, wenn in Afghanistan Menschen durch deutsche Bombardierungen ermordet werden, als wenn irgendwo auf der Welt Tiere mißhandelt oder getötet werden?"

    Was sollen solche Fragen? Kann man die auch weiterspinnen? Ist es nicht bedeutsamer, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen, bevor man sich um ein paar tote Menschen in Afghanistan kümmert? Was ist der Nummer-1-Punkt auf solchen Listen und wie wird er ermittelt? Entscheidet der Autor aus dem Bauch heraus, welches Leid wichtig und welches zu vernachlässigen ist? Sind seine Hilfsmittel bei solchen Werigkeitstabellen nur unterschiedliche Spezies, oder wird danach dann auch nach Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Orientierung abgewogen?

    Und wäre so eine Einstellung nicht schon widerlich genug, stellt sich mir auch die Frage, was das eine mit dem anderen zu tun hat? Wieso kann man sich nicht Pro-Menschenrechte engagieren und gleichzeitig gegen Tierquälerei vorgehen? Gerade weil ich diesbezüglich keine Unterschiede zwischen Mensch und Tier mache, ist es mir ohne weiteres möglich, sowohl Antifa-Demonstrationen zu besuchen als auch gegen Fleischkonsum auf die Straße zu gehen, ich sehe und habe da überhaupt kein Problem mit.

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  • Passionaria, 13. Jun 2010 21:21

    Plumpe Demagogie

    Na, da hat sich ja mal wieder einer Luft gemacht über diese Unerhörten, deren Augenmerk mal nicht auf sich, sich, sich und den Rest der Menschheit gerichtet ist und andere Unzulänglichkeiten der „Tierfreunde“.
    Nun will ich ja niemandem seine Emotionen absprechen, fühlen dürfen wir ja was wir wollen, dafür können wir ja nichts. Allein, es fehlt an Argumenten.
    Der Autor versteigt sich mit dem hochroten Kopf der Empörung in die Niederungen armseligster Politiker und bietet nichts als die Kunst, die Elenden der Welt gegeneinander auszuspielen. Als würden bombardierte Menschen durch das Elend von Hase Mucki einen Vorteil erlangen, Trost am Ende gar, Heil durch Schadenfreude? Unsinn Hase Muckis Elend und das seiner Millionen Kollegen ist Menschenwerk, also ist es Menschenangelegenheit, Menschenpflicht, es zu beenden!
    Die plumpe Demagogie dampft aus allen Zeilen des Pamphlets. Da kann auch das gnädige Hinterkopftätscheln für den Einsatz gegen Massentierhaltung nicht hinwegtäuschen: Agitation statt Argumente. Auf die Idee, dass es das Ende jeder Kultur wäre, würden wir das Augenmerk nur auf das Allerwichtigste richten, kommen Sie nicht?
    Warum Tierrechtler bei „den Linken“ eine Heimat suchen? Ganz einfach: weil der Kern des Tierrechtsgedankens ein humanistischer ist, weil er von der Liebe zur Fairness und Gerechtigkeit getragen ist und von der Abscheu vor dem Recht des Stärkeren. Und man eine solche Grundüberzeugung bei den Linken eher sucht als etwa bei den Wirtschaftsliberalen.
    Sie mögen die Überzeugung nicht verstehen, noch teilen, Herr Gavatter Hein für Tiere. Aber womöglich gibt es hellere Köpfchen in den noch fleischverschmatzenden linken Reihen, die diese geistige Verwandschaft auch erkennen und froh sind über die unerwartete Schützenhilfe. Würden Sie die „Tierfreunde“ – ohnehin ein Unwort in diesem Zusammenhang - lieber in den Rechten Reihen sehen??

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  • Mitleser, 30. Mai 2010 08:19

    Mitleser

    Veganer haben im Unterschied zu Ihnen klare Wertvorstellungen. Auch ich betreibe die Lektüre eines Artikels nicht als intellektuelles Hobby um des Streitens willen, sondern bewerte den Inhalt eines Artikels danach, ob der Autor in der Lage ist sachlich zu argumentieren oder nicht. Besagter Autor schrie unsachlich in den Wald und bekam sein verdientes Echo. Ihr bedauerndes Kopfschütteln von oben herab zeigt dieselbe Arroganz. Nun, wenn der "vermutlich militante Veganer" Sie als dämlich bezeichnet hat, dann wird das nur das Echo auf Ihre Art gewesen sein. Von dämlicher Arroganz ist kein Umdenken zu erwarten, insoweit kann auch sie links liegen gelassen werden. Genauso wie Linke wie der Autor, die von sozialer Gerechtigkeit faseln, wo sie doch in Wahrheit lediglich über eine auf die eigene Art beschränkte emotionale Intelligenz verfügen. Dieses fatale Denken in Wertstufen haben zum Glück andere Linke nicht, weshalb sie sich in keinen ihrer Gewohnheiten rechts drehen. Schon der Jurist und Sozialist Leonard Nelson wusste, dass Gerechtigkeit sich nicht verwirklichen lässt, wenn Mord und Ausbeutung gegenüber bewussten und fühlenden Individuen mit eigenen Präferenzen betrieben wird.

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  • Doc, 28. Mai 2010 22:39

    Pro ND: Der Sinn einer Kontroverse

    besteht darin, gegenseitig und gemeinsam divergierende Meinungen kenen zu lernen, um dabei die jeweils eigene zu überprüfen. Insofern bin ich für jeden (guten) Artikel dankbar, und ganz besonders dann, wenn er mir meine Auffassunngen nicht bestätigt.
    Die teils plumpen, zumeist selbstgewissen Angriffe auf Hein, die sich in einigen Kommentaren finden, lösen bei mir jedenfalls nur ein den jeweiligen Schreiber bedauerndes Kopfschütteln aus. Ich selbst bin hier neulich auch dämlich (von einem vermutlich militanten Veganer) angegriffen worden. Das nötigt mir noch lange keine Antwort ab. Rechthaber schafften es bei mir selbst "damals" nicht, mich zum schweigen und erst recht nicht zum "umdenken" zu bringen.
    Also, ND-ler, weiter so!

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  • fg, 28. Mai 2010 20:25

    das ist nicht "links"

    eine wüste diffamierung der tierschutz- und tierrechtsszene. alle meine kollegen sind übrig ens auch gegen den afghanistan-krieg, privat oder als organisation. und tierschutz ist auch menschenschutz. dass der massenhafte fleischkonsum wesentlich schuld ist am hunger in der welt, an klimaveränderung, verwüstung, umweltzerstörung, weiß inzwischen (fast9 jeder. wollen sie die fleischessende klientel der "linken" nicht verprellen?
    auch bin einkommensschwach, vordergründig gesehen verträte die "linke" sogar mene interessen. aber ich denke schon mal über den tellerrand meiner unmittelbaren interessen hinaus, daher kann eine solche "linke" mich ab sofort mal!1

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  • he, 27. Mai 2010 23:37

    Der Mensch ist das Übel !!!

    Ich habe schon immer gesagt, dass nur die Menschheit aussterben muss, um das restliche Leben auf der Erde zu retten.

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  • propaloma, 27. Mai 2010 21:37

    Sehr enttäuscht

    Schade, dass nun auch in Ihrer Zeitung ein so niveauloser, Zwietracht säender und damit die gute Sache schwächender Artikel erscheint. Gerade von den Linken war doch zu hoffen, dass sie eben nicht diesen fatalen Egoismus, diese beschränkte Sichtweise haben, bei dem sich einige besser als die anderen finden und daraus das Recht ableiten, diese zu unterdrücken und zu quälen. Grausamkeit gegen Tiere und Grausamkeit gegen Menschen hängen sehr, sehr eng zusammen. So haben die allermeisten Verbrecher auch Tiere gequält.
    Jeder wirkliche Tierrechtler dagegen ist in jedem Fall auch ein Menschenrechtler (was umgekehrt leider viel zu selten gilt) und darüber hinaus Pazifist, denn es geht uns darum, bei allen fühlenden Lebewesen, egal welcher Art, so wenig Leid zu verursachen wie möglich. Wir achten einfach alle fühlenden Lebewesen. Natürlich gibt es hier Abstufungen, je höher entwickelt ein Lebewesen ist, umso höher ist nach unserem derzeitigen Wissenstand auch sein Leidensvermögen, und umso mehr Recht hat es auch auf Berücksichtigung seiner Individualität. Natürlich wollen wir kein Wahlrecht für Tiere oder Ähnliches. Aber gleiches Leidempfinden verlangt selbstverständlich auch nach dem gleichen Recht auf Schutz vor Leid.
    Und ein Schwein ist nun einmal nachgewiesenermaßen hinsichtlich Intelligenz und Empfindungsvermögen einem zwei- bis dreijährigen Menschenkind durchaus vergleichbar.
    Wir Tierrechtler wollen nicht weniger Schutz und Rechte für Menschen. Ganz im Gegenteil. Aber wir wollen weniger Leid für Tiere. Und das schließt sich keinesfalls aus. Warum kämpfen wir, die sich für eine Verbesserung der Umstände einsetzen, nicht zusammen? Denn eigentlich sollte unser Ziel das gleiche sein: Vermindern von Leiden. Und vielleicht können die Menschenrechtler hier etwas von den Tierrechtlern lernen, denn der Vegetarismus/Veganismus ist ein äußerst effektiver Schritt hin zu einer Welt ohne Kriege, Armut und Hunger.

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  • OBJZ, 27. Mai 2010 20:54

    Das "linke" Kernthema buchstabiert man "s-o-z-i-a-l"!

    Der Autor sieht die Kernaufgabe der "Linke" nuechtern und klar: Die soziale Gerechtigkeit! Und er spuert das gewisse andere radikale Sonderthemen nicht gleichbuertig in die Aufgabe der "Linke" aufgenommen werden sollten. Aber wer die Reaktion schon besser kennt und beobachtet, erkennt wie gewisse radikale Forderungen zur Schwaechung der "Linke" vorsaetzlich von der Reaktion gefoerdert werden um die "Linke" mit extrem-radikalen "Lebensweisethemen" fuer die allgemeine Bevoelkerung als "verueckt" zu brandmarken. Zum Beispiel - in Lateinamerika unterstuetzen gewisse "Stiftungen" von USA und Europa die "Neoliberalen-Gruenen" welche den "Umweltschutz" gegen ihre eigene nationale Landwirtschaftinteressen betreiben - weil die Agrarexporte dann eine wirklichen Wettberb darstellen gegen die subventionierten Agrarexporte der USA und BRD. Gleichzeitig treffen sich diese "Neoliberalen-Gruenen"(sehe Brasilien und Kolumbien) mit den USA Botschaftern und "Persoenlichkeiten" und haben keinen Einwand gegen die Ausbreitung der USA Militaerbasen und der kommenden Verbindung ihrer Nation mit NATO. Der Deutsche hat die Schwaechen - er ist zu gutglaeubig, nimmt sich selbst zu ernst, glaubt alles besser zu wissen, und uebertreibt zu eifrig in allen... Auch im Thema Tier und Natur.

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  • Mitleser, 27. Mai 2010 13:40

    Mitleser

    Herr Hein, Ihr Artikel ist eine Frechheit. Unter dem Deckmantel offensiver Antikriegsarbeit und dem Kampf um soziale Gerechtigkeit versuchen Sie Menschen, die sich für Tierrechte einsetzen, insbesondere Veganer, zu diskriminieren. Damit zeigen Sie, dass Sie Tierrechte nicht verstehen wollen. So ist das bei Tierleichenfressern wie Ihnen. Sie sind doch immer zuerst mit sich selbst und dem von ihnen mit verursachtem Elend gegenüber der eigenen Art beschäftigt und begreifen sich völlig zu Unrecht als Würdewesen, wo doch nur Splitter von Würde vorhanden sind.

    Der deutsche Massenmord an Juden ist ebenso singulär wie es der Holocaust an den indianischen Ureinwohnern Amerikas war. Singulär ist jedes große politische Verbrechen, ob nun im Kosovo oder in Afghanistan oder ob es über den Teller begangen wird. Vor lauter Singularität ist das Verbrechen an Lebewesen Normalität und politisches Geschäft geworden. Aber bauen Sie ruhig Mahnmale und richten Sie Ihren knochendürren Zeigefinger auf Andere. An den Verbrechen wird das bei einem vorsätzlich halbierten Bewusstsein von Unrecht nichts ändern. Denn Sie fühlen sich als Mensch singulär, wenn nicht zu sagen elitär, doch würden Sie am Spieß ebenso brüllen wie die anderen Tiere, denen man nur gelegentlich und beiläufig gedenkt, weil man sich zur Vorteilswahrung lieber vormacht, dass es ihnen außerhalb der Massentierhaltung gut geht. Und genau diese Arroganz und gepflegte fehlende Empathie sorgt dafür, dass Verbrechen gegenüber Lebewesen normal bleiben – eben solange, bis man selbst davon betroffen wird. Ich habe lange genug Straßenarbeit gemacht, um die verlogene und selbstbetrügerische Erbärmlichkeit von Zeitgenossen wie Ihnen gründlich studieren zu können. Bitte bemühen Sie keinen Intellekt, wo es doch in Wirklichkeit nur um Ihre Gaumenlust und Vorteilswahrung geht wie anderen eben um profitable wirtschaftliche Interessen unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe.

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  • wore, 27. Mai 2010 12:28

    Zu scharf

    Dirk kritisiert erstens die Tierrechtskreise, die Menschen vernachlässigen und zweites die Kreise der Linken, die untragbare Positionen dulden. Damit gehe ich konform. Ich finde es gut, dass er sich wagt, dieses explosive und in der Linken umstrittene Thema aufzugreifen und auch einmal zu provozieren. Dass es hier im virtuellen Raum eine Debatte um den Kommentar von Dirk gibt, spricht für den Kommentar, auch wenn ich seine Schärfe nicht teile.

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  • Eckard-Wendt, 27. Mai 2010 09:02

    Nur Alibi-Argumente!

    Selbstverständlich gibt es Unterschiede zwischen Menschen und Tieren, doch diese berechtigen uns Menschen nicht, uns gegenüber Tieren grausam zu verhalten. Genau hierauf weisen Tierschützer und Tierrechtler hin! Weil wir Menschen für uns die Denkfähigkeit reklamieren, sollten wir in der Lage sein, Tieren mit Respekt zu begegnen und ihnen Leiden zu ersparen. Kennt Herr Hein nicht die Diskussion um den Umgang mit Geistigbehinderten? Waren es nicht gerade auch Tierschützer und Tierrechtler, die sich dafür einsetzten, daß mit ihnen keine Versuche (Grundlagenforschung und pharmakologische Tests) durchgeführt werden sollten? Am Samstag nahm ich an einer Demo gegen die Abschiebung einer kurdischen Familie teil. Außer mir waren unter den ca. 80 Teilnehmern noch drei weitere Tierschützer und Tierrechtler ... weil sie Tieren und Menschen eine je eigene Würde zubilligen.
    Nicht nur bei den Evangelischen Kirchentagen und den bisherigen Ökumenischen Kirchentagen weisen wir, die AGfaN, auf den Zusammenhang zwischen der immer mehr ausufernden tierquälerische Nutztierhaltung und dem zunehmenden Hunger in der Welt hin, aber auch auf die Gefährdung allen Lebens durch die Rodung der Regenwälder. Alles hängt miteinander zusammen. Deshalb haben Ehrfurcht und Liebe zum Menschen dieselbe Wurzel wie die zu Tieren. Wer Tiere missachtet, der entwürdigt sich selber!
    Nein, ich habe wirklich den Eindruck, als brauche Herr Hein nur ein Alibi, um sich selbst und andere zu entlasten, die Tiere extrem ausbeuten (lassen), die hemmungslos zu Eiern, Fleisch und Fleischprodukten aus tierquälerischer Massentierhaltung greifen, denen es völlig egal ist, dass z.B. Moschusenten oder Puten die Schnäbel gekürzt werden, um sie an tierfeindliche Haltungssysteme anzupassen, obwohl ihnen damit das wichtigste sensorische Organ genommen wird und sie fortwährend unter Phantomschmerzen leiden.

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  • LUCA, 26. Mai 2010 22:52

    Pluralismus

    Das Neue Deutschland berichtet meiner Meinung nach nicht parteiisch, sondern spektrenübergreifend. Das gilt für die Betrachtung der Linkspartei und ihren verschiedenen innerparteilichen Zusammenschlüssen ebenso wie für die sozialen Bewegungen. Darin unterscheidet sich die Zeitung von "Partei"-Zeitungen. Das kann man gut finden oder nicht.

    In den vergangenen beiden Jahren fand ich im Neuen Deutschland Interviews, Informationen mit und über die gesamte Linke. Die Zeitung und die Rubrik Außerparlamentarisches decken nahezu das gesamte Spektrum der Linkspartei und der außerparlamentarischen Bewegungen und ihrer Debatten ab. Ich finde das nicht nur wichtig, sondern den einzig gangbaren Weg, wenn wir bündnisfähig bleiben und mehrheitsfähig werden wollen.

    Tierrechte sind für mich nur ein Nebenwiderspruch. Deshalb hat mir der obige Bericht aus dem Herzen gesprochen - im Gegensatz zu dem meiner Meinung nach inhaltlich nicht so spannenden Bericht zu Tierrechtlern von Susann Witt-Stahl, der vor drei Monaten erschien: www.neues-deutschland.de/artikel/165772.prozess-gegen-tierrechtler.html
    Aber ich finde gut, dass auch diese legitime Position in der Zeitung zu finden ist.

    • Permalink

  • LUCA, 26. Mai 2010 21:32

    Pluralismus

    Das Neue Deutschland berichtet meiner Meinung nach nicht parteiisch, sondern spektrenübergreifend. Das gilt für die Betrachtung der Linkspartei und ihren verschiedenen innerparteilichen Zusammenschlüssen ebenso wie für die sozialen Bewegungen. Darin unterscheidet sich die Zeitung von "Partei"-Zeitungen. Das kann man gut finden oder nicht.

    In den vergangenen beiden Jahren fand ich im Neuen Deutschland Interviews, Informationen mit und über die gesamte Linke. Die Zeitung und die Rubrik Außerparlamentarisches decken nahezu das gesamte Spektrum der Linkspartei und der außerparlamentarischen Bewegungen und ihrer Debatten ab. Ich finde das nicht nur wichtig, sondern den einzig gangbaren Weg, wenn wir bündnisfähig bleiben und mehrheitsfähig werden wollen.

    Tierrechte sind für mich nur ein Nebenwiderspruch. Deshalb hat mir der obige Bericht aus dem Herzen gesprochen - im Gegensatz zu dem meiner Meinung nach inhaltlich nicht so spannenden Bericht zu Tierrechtlern von Susann Witt-Stahl, der vor drei Monaten erschien: www.neues-deutschland.de/artikel/165772.prozess-gegen-tierrechtler.html
    Aber ich finde gut, dass auch diese legitime Position in der Zeitung zu finden ist.

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  • uli, 26. Mai 2010 20:27

    Der Mensch kann reflektiert denken!

    Wenn Tierrechtler Mastanlagen mit Konzentrationslagern vergleichen, sich als Erben der Sklavenbefreier des 19. Jahrhunderts präsentieren oder den Kampf um die Emanzipation der Frau als Vorbild der eigenen Aktivitäten begreifen, kommt darin nicht nur, wie gelegentlich in kritischer Absicht erklärt wird, das Verlangen zum Ausdruck, Mensch und Tier gleichzusetzen. Der Unterschied zwischen Mensch und Natur wird vielmehr zur Seite der Natur hin aufgelöst. Ganz einfach: Da sich das Tier nicht zum Menschen erheben lässt, muss der Mensch zum Tier herabgesetzt werden. Mit dieser Auflösung des Menschen in der Natur wird zugleich der Status quo ante simuliert; die Menschen werden auf ihre bloße Kreatürlichkeit, auf Schlafen, Trinken, Essen und Fortpflanzungssex reduziert.

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  • Revo, 26. Mai 2010 20:13

    Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt wieder auf den Menschen zurück

    Immer, wenn ich den Satz höre „Man sollte sich besser für die Menschen einsetzen, als für die Tiere“ (so sinngemäß die Zusammenfassung des Artikels), ist meine Antwort: „Jeder sollte das tun, wofür er ein Herz hat, und wenn Du Dich lieber für die Menschen einsetzen möchtest, ist das in Ordnung. Und was tust Du nun konkret für die Menschen?“
    Leider stellt sich dann meistens heraus, dass die Urheber solcher Statements sich selbst weder für Tiere noch für Menschen engagieren. Es ist also meistens ein rein theoretisches, intellektuelles Statement, welches gar nicht wirklich gelebt wird. Menschen, die sich tatsächlich für andere Menschen einsetzen, wissen in der Regel auch das Engagement von Menschen für Tiere wertzuschätzen. Und sie wissen außerdem, dass das Engagement für die Tiere letztendlich wieder den Menschen zugute kommt, denn wie sagte schon der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras: „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt wieder auf den Menschen zurück.“ Der russische Dichter Leo Tolstoi formulierte es so: „Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“

    Abschließend noch eine Anmerkung zum Kommentar von JAYDEN:
    Er kennt sich offensichtlich so schlecht in der sogenannten Tierrechtsszene aus, dass er gar nicht weiß, dass die mit dem Artikel gemeinten „Antispeziesisten“ der Religionsgemeinschaft Universelles Leben gar nicht „nahestehen“, sondern eine für mich unverständliche Antipathie gegen das Universelle Leben hegen. Diese speist sich vermutlich ebenfalls aus Unwissenheit, bzw. aus der Verlogenheit kirchlicher Sektenbeauftragter. Und, das sei zu guter Letzt noch gesagt: Die Kirchen haben sich in all den Jahrhunderten bis heute weder für die Tiere, noch für die Menschen eingesetzt - im Gegenteil.

    Zitate bekannter Personen zum Thema Tierschutz:
    www.vegetarismus.ch/zitate.htm

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  • Kowalsky, 26. Mai 2010 19:40

    Kein Unterschied 2. !

    Fortsetzung...
    Das Tier Mensch tötet aus Sport, Lust oder Gier. Der Mensch mordet sogar seinen Bruder, um des Bruders Land zu besitzen.
    Wenn der Mensch alles Leben auf der Erde achten und respektieren würde, dann wäre der Krieg in Afghanistan vielleicht gar nicht möglich gewesen.


    Doch es ist durchaus akzeptabel, da ein Huhn den gleichen Schmerz empfindet wie ein Mensch. Und wer ein Huhn geringer schätzt, um damit die Folter und Qual zu legitimieren, der hat die Singularität des deutschen Massenmordes nicht wirklich verstanden.

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  • Kowalsky, 26. Mai 2010 19:37

    Kein Unterschied !

    Hier geriert sich wohl der Autor wortgewaltig in dem Versuch die Absurditäten die er den Tierschützern unterstellt mit seinem Geschwafel von Afghanistankrieg und radikalem Tierfrieden bei weitem zu übertreffen.
    Welch ein Paukenschlag ! Aber leider misslungen, da er die eigentliche Botschaft, welche in seinem eigenen Text steckt, schlichtweg übersehen hat, wenn er ihn nochmals sorgfältig gelesen hätte. Denn dann hätte er auch die Antwort gefunden, nach der er zwar nicht gesucht hat, die ihm aber diesen peinlichen Text erspart hätte.

    >Denn ist es nicht bedeutsamer, wenn in Afghanistan Menschen durch deutsche Bombardierungen ermordet werden, als wenn irgendwo auf der Welt Tiere mißhandelt oder getötet werden?Keineswegs ist es außerdem akzeptabel, wenn manche Tierrechtler in Bezug auf Legebatterien für Geflügel von »Hühner-Konzentrationslagern« schwadronieren und damit die Singularität des deutschen Massenmordes an den Juden in Frage stellen.

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  • Ansgar, 26. Mai 2010 18:13

    Ein Kübel Ignoranz

    "Ein schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt", kommentiert KM. Nachdenken - worüber? Über die verheerende Unkenntnis des Autors? "Schön" - was? Seine stümperhaften Recherchen und seine ohne Weiteres nachweisbaren falschen Behauptungen? Die Tierrechtsbewegung hat sich bereits seit 2003 in diversen Artikeln, Büchern, Statements von dem "KZ-Vergleich" distanziert (das gilt auch für die Sekte "Universelles Leben"). Die überwältigende Mehrheit der sogenannten Antideutschen sind Fleisch-Fetischisten und erklärte Feinde aller Bewegungen, die sich für den Schutz von Natur und Tieren stark machen. Diverse Tierrechtsgruppen wiederum haben sie dafür und für ihre abstrusen, antiaufklärerischen und menschenverachtenden Inhalte kritisiert. Das alles hätte der Autor in Erfahrung bringen können, wenn er recherchiert hätte, statt seine persönlichen Ressentiments auszubreiten und ideologischen Müll zu produzieren.
    Die Qualität der Seite "Außerparlamentarisches" im ND liegt leider immer unter dem Niveau der anderen Ressorts. Aber warum sinkt sie immer dann noch dramatisch in den Keller, wenn es um die Kritik an der Tierrechts-bzw. Tierbefreiungsbewegung geht? Erst der grottenschlechte Artikel der sogenannten Jungen Linken (die übrigens im Gegensatz zur Tierrechtsbewegung tatsächlich den Antideutschen nahestehen). Schlimm, solche Leute haben in einer linken Zeitung nichts zu suchen, (sondern sollten doch lieber in der "Bahamas" veröffentlichen, wo sie hingehören), und jetzt dieses substanzlose Abgekotze von einem frustrierten Gestrigen, der natürwissenschaftliche und politische Fakten ebenso ignoriert wie gesellschaftlichen Fortschritt.

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  • Jayden, 26. Mai 2010 13:09

    Ich liebe meine Katze und sonntags Schweinebraten

    Was der Autor beschreibt, erscheint mir genauso. Manches habe ich ebenfalls erlebt. Man könnte noch einiges ergänzen: Tierrechtler wie die Organisation PeTA verharmlosen nicht nur Auschwitz, sie machen auch sexistische Werbung. Und natürlich muss sich die Tierrechtsszene fragen: Warum gibt es unter ihnen die Nähe zu Religionsgemeinschaften wie "Universelles Leben"?

    Auch wenn in dem Artikel gar nichts von "Tierbefreiern" steht: Gerade hier könnte man mit einer weiteren Kritik ansetzen, denn befreite Tiere können in freier Wildbahn im Allgemeinen nicht überleben. Ausgesetzte Tiere wie Nerze beeinflussen Ökosysteme und verdrängen andere Arten. Tierbefreiung ist also das Gegenteil von Tierschutz. Hier würde ich also noch weiter gehen, als der Autor sich wagt. Mich hat es positiv überrascht, diese Inhalte im ND zu lesen.

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  • km, 26. Mai 2010 11:54

    Ein schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt

    Gerade wegen solcher Artikel liebe ich mein Neues Deutschland. Texte ähnlichen Stils zu allen möglichen Themen sollten ab und an erscheinen.

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  • enttaeuscht, 26. Mai 2010 11:49

    ND- Was ist mit dir passiert?

    Was ist denn das plötzlich für ein Mist? Ich kenn das ND sonst als Zeitung mit vergleichsweise guten bis ausgezeichneten Artikeln zum Mensch-Tier-Verhältnis. Aber der Autor dieses "Artikels" (eher wohl Flugblatts) hat schlicht gesagt einfach von nichts Ahnung. Sorry, aber das muss so festgestellt werden und es wäre fast zu müßig den Mist noch richtig zu stellen, da so ziemlich alles voller ressentiment und schlechten clichees ist. "Liebesbeziehungen" mit "Hase Mucki"? Also bitte, mehr billige Polemik erwarte ich sonst nur von BILD und Jungle World!
    Über diesen "Grenzen leugnen"-Mist schreib ich jetzt nichts, da es blödsinnig wäre zu behaupten, Tierrechtler/Tierbefreier würden gleichmachen, was nicht gleich ist. Wenn sie aber die gemeinsamkeiten hervorheben, ist das eine ganz andere Kiste: "Im Schmerz wird alles eingeebnet, jeder wird jedem gleich, Mensch und Mensch, Mensch und Tier. Der Schmerz saugt das ganze Leben des Wesens auf, das er ergriffen hat: sie sind nichts mehr als Hüllen von Schmerz." (Max Horkheimer)

    Die größte Beleidigung ist aber die angebliche Indifferenz der linken TierbefreierInnen gegenüber dem Schicksal von Menschen. Was soll denn an Ihnen links sein, wenn sie ihre politische Position nicht als gesellschaftskritik verstehen. Fraglich ist doch aber auch, was ist Links daran, das Elend der Tiere nicht als illegitime Herrschaft zu kritisieren und stattdessen nocht polemische Hetzartikel zu schreiben?

    Wenn das so weiter geht, werde ich mir gut überlegen, welche Zeitung ich demnächst kaufe. Ein derartigen Niveaufall kann ich nicht ignorieren, Erst dieser Mist von der "Junge-Linke"Frau vor einigen Monaten und jetzt das hier. Dabei habt ihr für das Thema doch Kompetente Autoren und Autorinnen. Schade, Neues Deutschland - beim Thema Tiere wirst du langsam zum Alten Deutschland...

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