Jindra Kolar, Prag 31.05.2010 / Ausland

Sozialdemokraten sind »siegreiche Verlierer«

Mitte-Rechts-Bündnis sondiert nach Wahl Regierungsbildung in Prag

Die mit Spannung erwarteten Parlamentswahlen in Tschechien endeten am Sonnabend mit einer Überraschung. Zwar wurden die Sozialdemokraten zur stärksten Partei, doch reichen die Wählerstimmen entgegen allen Prognosen kaum zur Bildung einer Linksregierung. CSSD-Chef Jiri Paroubek zog die Konsequenz: Der »siegreiche Verlierer«, so die Prager Presse, will zurücktreten.

Blau ist die Farbe der Bürgerlichen Demokratischen Partei (ODS), und mit einem blauen Auge sind die Konservativen noch einmal davongekommen. Strahlende Sieger sehen anders aus. Noch bei den letzten Parlamentswahlen erzielte die ODS deutlich mehr als 30 Prozent – wie auch die Sozialdemokraten. Die da jetzt in Prag miteinander um die Regierungsbildung verhandeln, wissen, dass sie vor allem ein Zweckbündnis schmieden. Die tschechische Wirtschaft nahm das Wahlergebnis jedenfalls mit Wohlgefallen auf; die Lobbyisten warteten bereits auf der ODS-Wahlparty auf den vermeintlich designierten Regierungschef Petr Necas.

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