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Prof. Dr. Ulrich Sedlag, Zoologe
05.06.2010

Mimikry der Fliege

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Versteht man unter Schweben gemächlichen Gleitflug, passt der Name schlecht, man könnte die Schwebfliege auch Schwirrfliege nennen: Sieht man sie in der Luft stehen, sind ihre Flügel nur als silbriger Schimmer erkennbar. Die überwiegend schwarz-gelb oder schwarz-weiß gezeichneten Fliegen sind häufige Blütenbesucher, bei denen man sich wundern muss, dass sie mit ihrem Tupfrüssel Blütenstaub aufnehmen können. Als Larven sind sie Blattlausfresser.

Schwebfliegen gelten als gute Beispiele für Mimikry, die Schutz verleihende Nachahmung wehrhafter Insekten, also Wespen. Inwieweit sie wirklich von Vögeln gemieden werden, die ja auch auf das Verhalten möglicher Beutetiere achten können, lernfähig sind und teilweise auch Wespen fangen, ist schwer zu sagen. Und viele der rund 250 mitteleuropäischen Schwebfliegenarten unterscheiden sich in Aussehen und Lebensweise von den wespenähnlichen Gegenspielern der Blattläuse. Manche sind eher behäbig und eintöniger gefärbt. Auf Blüten sieht man vor allem im Spätsommer und Herbst wegen entfernter Bienenähnlichkeit und ihres Larvenlebens in unappetitlichem Milieu wie Fäkaliengruben auch Mistbienen genannte Fliegen, die sich (wie auch andere Arten) als »Rattenschwanzlarven« in nährstoffreichem Wasser entwickeln, in dem sie nur dank Atemröhren von mehrfacher Körperlänge, mit denen sie sich schnorchelnd mit Sauerstoff versorgen, überleben können.

Gelegentlich trifft man auf Schwebfliegen, die man auf den ersten Blick für Hummeln halten könnte, die sich von diesen aber leicht durch ihre bedeutend größeren Augen unterscheiden lassen. Und deren Larven entwickeln sich als Abfallfresser und wohl auch räuberisch in Hummel- oder auch Wespennestern. Ob ihnen die Hummelähnlichkeit das Eindringen in die Nester erleichtert?

Als Vertreter einer weiteren Lebensweise der überraschend vielseitigen Schwebfliegen stürmte einmal mit lautem Gesumm ein stattliches, stark bepelztes Fliegenpaar ins Zimmer, wo es im Bücherregal ein ruhiges Plätzchen fand. Es waren Große Narzissenfliegen, die keineswegs auf Narzissen beschränkt sind und sich auch in Speisezwiebeln entwickeln können.

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