Hans-Gerd Öfinger, Stuttgart 14.06.2010 / Inland

DGB-Chef: Bewegung tut gut

Stuttgart: Gewerkschaften mobilisierten ihre Anhänger

In Stuttgart trotzten am Samstagmittag nach Veranstalterangaben rund 20 000 Menschen den Wetterprognosen, die Regen vorausgesagt hatten, und marschierten bei zunehmendem Sonnenschein durch die Innenstadt zum Schloßplatz.

»Gerecht geht anders«, lautete die Aufschrift auf dem Transparent an der Spitze des Zuges. Das Gros der Demonstranten bildeten aktive Gewerkschafter aus Baden-Württemberg. Viele machten mit Transparenten und Pappschildern auf ihre Alltagssorgen aufmerksam. So etwa IG Metall-Vertrauensleute beim Stuttgarter Autozulieferer Behr, wo 700 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen und die Firma statt Kurzarbeit gleich Entlassungen anstrebe. »Wer mit uns nicht rechnet, hat sich verrechnet«, hatten sich ihre Kollegen vom örtlichen Druckmaschinenherstelller KBA Metalprint auf ein Transparent geschrieben. »Unser Standort soll plattgemacht werden«, erzählte einer von ihnen. Die erste Entlassungswelle habe eine Welle von Kündigungsschutzklagen ausgelöst. Viele Aufträge der Kunden könnten gar nicht abgearbeitet würden. »Kopf ab für die Kopfpauschale« und »mehr Geld für das Gesundheitswesen statt für Kriegseinsätze« forderten ver.di-Frauen vom Tübinger Uni-Klinikum. Ihren Unmut über »wahnsinnigen Stress« drückten auch andere Aktivisten aus Kliniken und kirchlichen Einrichtungen im Südwesten aus. »Eine Gesellschaft, in der sich Leben und Arbeiten lohnt«, forderten Stuttgarter Straßenbahner auf ihrem Transparent. »Wir wollen unseren postspezifischen Mindestlohn wieder, am besten einen generellen Mindestlohn«, forderte der Münchner Post-Betriebsrat Fritz Kerscher und beklagte Dumpinglöhne bei privaten Zustelldiensten.

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