Foto: Hans-Gerd Öfinger
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Mit 59 will er es noch einmal wissen und seine Erfahrung und Kraft für den Einzug der rheinland-pfälzischen LINKEN in den Mainzer Landtag einsetzen. Dass sich Robert Drumm am Samstag auf der Landesvertreterversammlung im Kampf um Platz eins der Landesliste durchsetzen würde, war bis zuletzt offen. Die Grundlagen dürfte er seit 2008 gelegt haben, als er unermüdlich durch das Land reiste und der Basis bei der Vorbereitung der Kommunalwahl und Überwindung bürokratischer Hürden half. So baute er Vertrauen auf, das ihm jetzt den Erfolg brachte. Drumm, Leiter im Personalwesen einer Klinik, ist im Landkreis Kusel an der Grenze zum Saarland seit Jahrzehnten in Kommunalparlamenten tätig und war 16 Jahre lang Ortsbürgermeister der Gemeinde Ruthweiler. »Kurt Beck hat bei den Hartz-Gesetzen am lautesten Beifall geklatscht«, freut er sich auf die Auseinandersetzung mit dem SPD-Ministerpräsidenten.
Bodenständig und basisnah gibt sich auch Tanja Krauth, die als Nummer zwei der Liste mit Drumm die Doppelspitze bildet. Als Kreistagsabgeordnete in Birkenfeld hatte die 41-jährige Beamtin im Vorruhestand und Mutter einer 14-jährigen Tochter ihr erstes parlamentarisches Erfolgserlebnis. Sie beantragte einen Sozialpass, der ärmeren Menschen den Zugang zu Schwimmbädern und Kultur ermöglicht, und setzte dies durch. Mitstreiter kennen Krauth als Frau mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. »Es ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit, die Stimme für die Benachteiligten in Rheinland-Pfalz zu erheben«, rief sie den Delegierten zu und zog so Unentschlossene auf ihre Seite.
Drumm und Krauth wissen, dass sie nach ihrem relativ knappen Vorsprung bei der Wahl jetzt auf die Einbindung möglichst aller Kandidaten, Talente und Gruppierungen im Landesverband angewiesen sind. »Nur im Team können wir punkten und siegen«, ist Drumm überzeugt.
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