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Zeichen gegen Gentechnik gesetzt

Aktion auf »Amflora«-Kartoffelacker

Sechs Gentechnik-Gegner sind am Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern von der Polizei beim Versuch festgenommen worden, ein Feld mit Genkartoffeln zu zerstören.
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Ein Aktivist im Schutzanzug wird abgeführt. Foto: dpa/Wagner

Waren (epd/dpa/ND). Die Initiative »Gendreck-weg« teilte in Zepkow in Mecklenburg-Vorpommern mit, den Aktivisten sei es gelungen, etwa 20 bis 30 Pflanzen der BASF-Genkartoffel »Amflora« vom Acker zu entfernen. Die als »Feldbefreiung« bezeichnete Aktion habe etwa eine halbe Stunde gedauert und sei jeweils an verschiedenen Stellen erfolgt.

Die zur Stärkegewinnung bestimmte »Amflora« wird in Tschechien und Schweden angebaut, in Deutschland nur auf 15 Hektar bei Zepkow. Dort hatten Gentechnikgegner schon mehrfach protestiert, auch in den Vorjahren gegen den Versuchsanbau. Unbekannte hatten vor wenigen Wochen in der Dunkelheit und trotz eines Wachdienstes Kartoffelpflanzen auf rund einem Hektar ausgerissen.

Die Polizei habe die sechs Aktivisten in Gewahrsam genommen, teilte die Initiative weiter mit. Ebenso seien sechs Müllbeutel mit der Aufschrift »Vorsicht! Gentechnisch veränderte Organismen! Nicht zum Verzehr geeignet«, die die Aktivisten mit den Knollen gefüllt hatten, sichergestellt worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs gegen eine Frau und fünf Männer.

Die Initiative wertete die Aktion als Erfolg. Es sei gelungen, ein deutliches Zeichen zu setzen, dass sie nicht einverstanden sei mit dieser Form der Landwirtschaft, die auf Gentechnik setzt. Begleitet wurde die Aktion am Rand des »Amflora«-Feldes von einer Demonstration von etwa 20 BASF-Mitarbeitern. Sie protestierten mit Plakaten mit der Aufschrift »Grüne Vernunft – Gegen Feldzerstörung« gegen die Gentechnik-Gegner.

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