Helmut Donat 07.08.2010 / Geschichte

Mit dem Fahrrad im Inferno

Der Tag, an dem Hiroshima verschwand – Die Erinnerungen des Militärarztes Shuntaro Hida

Shuntaro Hida, 1917 als Sohn eines Bankiers geboren, überlebte den Atombombenabwurf am 6. August 1945 nur, weil man ihn zu einer Patientin in ein fünf Kilometer entferntes Dorf gerufen hatte. Seit 1955 Mitglied des Japanischen Rats gegen Atom- und Wasserstoffbomben und seit 1973 der Japanischen Föderation der Opfer der Atom- und Wasserstoffbomben, ist der mittlerweile hochbetagte Spezialist für die Atombombenkrankheit noch immer als »Botschafter« der Hibakusha, der Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki, aktiv. Er wohnt und arbeitet heute in Urawa, einer japanischen Kleinstadt in der Präfektur Saitana.

In der Nacht vom 5. auf den 6. August 1945 wird der Militärarzt und Kamikaze-Trainer Shuntaro Hida, in Hiroshima geboren und dort im Lazarett tätig, zu einer Patientin in ein benachbartes Dorf gerufen. Zur gleichen Zeit starten auf der Marianen-Insel im Pazifischen Ozean drei Langstreckenbomber des Typs B-29. Eine der Maschinen, die von dem Luftwaffen-Oberst Paul Tibbets gesteuerte »Enola Gay«, trägt eine über vier Tonnen schwere Bombe, »Little Boy« genannt, über 2740 Kilometer nach Japan. Kurz nach 8 Uhr Ortszeit nähert sie sich ihrem Zielpunkt. Hida schaut in den wolkenlosen Sommerhimmel und glaubt an einen der üblichen Aufklärungsflüge. Wenig später explodiert in knapp 600 Metern Höhe über Hiroshima die erste in der Geschichte der Menschheit militärisch eingesetzte Atombombe.

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