Lektüre für Libertäre

Bernd Drücke über Anarchisten, ihre Medien und einen Anarcho namens Wecker

Der promovierte Soziologe Bernd Drücke ist Redakteur der anarcho-pazifistischen Monatszeitschrift »Graswurzelrevolution« und Herausgeber des Buches »Ja! Anarchismus. Gelebte Utopie im 21. Jahrhundert.« Mit dem 44-Jährigen sprach Marcus Meier.

Bernd Drücke

ND: Es gibt unzählige, zum Teil konträre anarchistische Strömungen: Kommunistische und individual-anarchistische, auf Fortschritt setzende und welche, die uns von den »Fesseln« der Zivilisation befreien wollen; Anarchosyndikalisten mit ihren revolutionären Gewerkschaften und Anarcho-Kapitalisten; schließlich Anarcho-Pazifisten und Schwarzer-Block-Straßenkämpfer: Was verbindet sie miteinander?
Drücke: Die »Anarchokapitalisten« würde ich nicht als Anarchisten bezeichnen, das sind eher rechte FDPler. Individual-Anarchisten haben auch eher eine marginale Bedeutung. Der Teil, der wachsende Bedeutung hat, ist der kollektivistische Anarchismus. Dazu zählen Anarchosyndikalisten und pazifistische Graswurzelanarchisten. Unser gemeinsames Ziel ist ein freiheitlicher Sozialismus, das heißt, ein menschengerechtes Leben ohne Chef und Staat, das nicht nach den Prinzipien der Konkurrenz organisiert ist, sondern nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe. Wir versuchen, einen großen Teil dieser Utopie bereits jetzt in die Realität umzusetzen. Dafür steht beispielsweise die libertäre Kommune-Bewegung, wo in gewisser Weise ein gemeinschaftliches Leben vorgelebt wird. Die Leute, die dort leben und arbeiten, verfallen aber nicht in einen Nischen-Anarchismus, sie sind oft auch aktiv in sozialen Bewegungen.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: