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04.09.2010
Kurzweil

Erdverbesserer unter Tage

Sie sind eigentlich unentbehrlich und überall durch mehrere Arten vertreten. Als Ringelwürmer sind sie in Segmente gegliedert. Ein Kopf fehlt, und die Tiere sind blind. Auf der glatten, schleimigen Haut gibt es Borsten, die man fühlen kann, wenn man die Tiere ausnahmsweise (von hinten nach vorn) streichelt. Zu gewissen Zeiten ist ein verdickter Gürtel auffällig. Das ist die Region, mit der sich die zwittrigen Tiere unter einem Schleimband zusammenheften, um ihre Spermien auszutauschen.

Das Vorderende kann zum Bohren in der Erde versteift und zugespitzt werden. Ist der Boden dafür zu hart, frisst sich der Regenwurm hindurch. Typisch ist bei manchen Arten ein senkrechter Gang, der zum Beispiel beim bis zu 30 Zentimeter langen Tauwurm bis in eine Tiefe von zwei oder gar drei Metern führen kann. Eine erstaunliche Leistung!

In der Tiefe finden Regenwürmer Schutz vor Austrocknung und Frost. In der Nähe der Oberfläche zweigen horizontale Gänge ab, von denen aus sie Nahrung, verrottendes Pflanzenmaterial, finden. Manche Arten, so der erwähnte Tauwurm, strecken sich nachts – unter einer dichten Laubschicht auch am Tag – weit aus ihren Löchern heraus und ziehen welke Blätter in ihre Gänge. Oft findet man bei den Löchern kleine Haufen ziemlich fester Kotballen. Im Boden tragen diese zur Strukturverbesserung und Nährstoffversorgung für die Pflanzen bei. Kaum weniger wichtig für das Pflanzenwachstum ist die Lockerung und Lüftung des Erdreichs durch die mit Schleim oder Kot verfestigten Röhrensysteme unzähliger Regenwürmer. Massen der kleineren, auffällig roten und sich schnell vermehrenden Mist- oder Kompostwürmer beschleunigen die Zersetzung des Komposts.

Manchmal wandern Regenwürmer (Foto: photocase/jarts) auch umher, und gelegentlich flüchten sie nach längerer Wassersättigung und damit einhergehender Sauerstoffverarmung des Bodens an die Oberfläche. Man findet sie tot und vermeintlich ertrunken in Pfützen. Sie sind dann aber eher den Lichttod gestorben, denn allgemein sind Regenwürmer lichtempfindlich, während sie eine nicht allzu lange Überschwemmung überstehen.

Vielen Gartenbesitzern ist wohl bekannt, dass durchschnittene Regenwürmer zur Regeneration fähig sind, aber das gilt nur eingeschränkt und in der Regel nur für das vordere Teilstück. Man kann also die Tiere nicht etwa vermehren, um stärker von ihrer Tätigkeit zu profitieren oder als Angler mehr Köder ernten zu können.

Prof. Dr. Ulrich Sedlag, Zoologe

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