Gefälschte Stimmzettel nach Afghanistan eingeschmuggelt
Kabul (epd). Kurz vor der Parlamentswahl am Samstag in Afghanistan werden offenbar massenhaft gefälschte Stimmzettel ins Land geschmuggelt. Ein Mitarbeiter einer Druckerei im pakistanischen Peshawar sagte dem afghanische Fernsehsender »Tolo News« am Dienstag, dass eine große Zahl dieser gefälschten Stimmzettel in den Druckereien der Stadt hergestellt worden seien. Peshawar liegt an der Grenze zu Afghanistan.
Zuvor hatte die Unabhängige Wahlkommission Afghanistans bereits die Sicherheitsbehörden aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um falsche Stimmzettel aus dem Verkehr zu ziehen. Die Kommission könne sehr gut zwischen echten und nachgemachten Stimmzetteln unterscheiden. »Manche Leute fälschen Stimmzettel für zehn bis 15 Dollar im Auftrag der Kandidaten«, berichtete Nazari Pariani, ein Kandidat für die Parlamentswahl, »Tolo News«.
Die Wahlkommission gab bereits bekannt, dass aus Sicherheitsgründen über 1.000 Wahllokale im Lande nicht öffnen. Die aufständischen Taliban kündigten Anschläge an und warnten die Bevölkerung davor, zur Wahl zu gehen.
Die Parlamentswahl gilt als ein Test für die demokratische Entwicklung des Landes, in dem die NATO seit fast neun Jahren gegen die radikal-islamischen Taliban kämpft. Die Präsidentschaftswahl vor gut einem Jahr war von massivem Wahlbetrug überschattet gewesen.
Griechenland befindet sich am Rande des Staatsbankrotts. Der Ausstieg aus dem Euro droht wie ein Damoklesschwert. Die Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen, bei der die Linke stark zulegte, aber auch Rechtsextreme profitierten, war erfolglos. Nun stehen dem Land weitere Neuwahlen bevor. Siehe auch:Dossier Finanzkrise