Tobias Müller, Amsterdam 01.10.2010 / Inland

Wilders werkelt an seiner »Freiheitsallianz«

CDU-Abweichler Stadtkewitz bietet dem niederländischen Rechtspopulisten in Berlin eine Bühne

Geert Wilders hat ein volles Programm: am Sonnabend der Besuch bei den deutschen Gesinnungsgenossen, nächste Woche ein Gerichtstermin wegen Volksverhetzung. Und wenn der Parteitag der Christdemokraten am Sonnabend dem Duldungsabkommen mit Wilders zustimmt, macht sich die Regierung in Den Haag von ihm abhängig.

Für René Stadtkewitz ist es ein Ritterschlag: Geert Wilders selbst gibt sich die Ehre und tritt auf Einladung des CDU-Dissidenten und Gründers der Partei »Die Freiheit« am Sonnabend erstmals öffentlich in Deutschland auf. Es ist der folgerichtige Abschluss monatelanger Querelen um Stadtkewitz: Schließlich hatte sich sein endgültiges Zerwürfnis mit den Christdemokraten just an der Einladung des niederländischen Rechtspopulisten entzündet. Die CDU forderte einen Rückzieher, Stadtkewitz blieb hart, sein Rausschmiss aus der Fraktion war die Folge. Die – gleichsam passive – Rolle, die der erklärte Islamgegner Wilders beim Gerangel um das ehemalige Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses spielte, zeigt, welche Signalwirkung der Niederländer inzwischen auf internationaler Ebene besitzt. Längst nicht mehr beschränkt sich sein polarisierendes Potenzial auf das eigene Land, wo sich Wilders-Bewunderer und -Hasser seit Jahren unversöhnlich gegenüber stehen.

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