Kathrin Zeiske, San José 25.10.2010 / Ausland

Chiles Minenarbeiter drängen auf mehr Sicherheit

Bergbaugewerkschaft fordert schnelle Unterzeichnung des Abkommens Nr. 167 der ILO

Während die Zukunft der aus der chilenischen Mine San José geretteten 33 Minenarbeiter durch private Schenkungen und Vertragsangebote für Fernsehauftritte und Autobiografien gesichert sein sollte, stehen die restlichen 500 Arbeiter der geschlossenen Mine San José nun auf der Straße.

Die Solidarität der Geretteten und ihrer Angehörigen gilt den Kollegen ohne mediale Verkaufbarkeit: »Wir sind sehr besorgt, was nun mit diesen Arbeitern geschieht«, sagt Angélica Álvarez, Ehefrau des Bergmanns Edison Peña, der zwei Monate eingeschlossen unter der Erde verbrachte. Wie in den meisten Bergarbeiterfamilien arbeiteten mehrere ihrer Angehörigen in der Mine. »Während alle Welt auf das Schicksal der 33 schaute, sind die übrigen Arbeiter schlichtweg vergessen worden. Das Dringendste ist, dass den Männern die ihnen zustehende Abfindung ausgezahlt wird. Genauso gravierend ist aber auch, dass fast niemand der Bergleute Arbeitsunterlagen besitzt, die ihre Erfahrungen belegen und mit denen sie sich anderswo vorstellen könnten. Auch wenn die Unglücksmine San José nun geschlossen ist, müssen sie in eine risikoreiche Arbeitswelt zurückkehren«, betont Álvarez.

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