Rainer Kreuzer, Hamburg 27.10.2010 / Inland

Die Blase wächst

In Hamburg stehen immer mehr Büros leer, zugleich fehlt es an Wohnungen. Der Senat sieht zu

In Hamburg wächst der Protest gegen den Leerstand von Büroflächen, während Mietwohnungen immer knapper und teurer werden. Obwohl die Leerstandquote bereits rund zehn Prozent beträgt, werden weitere Bürotürme gebaut. Erst vergangenen Samstag demonstrierten rund 5000 Menschen für die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum. Der schwarz-grüne Senat gerät dabei unter Druck. Eine Woche zuvor war im Schanzenviertel ein seit Langem leer stehendes Wohnhaus besetzt worden. Die Polizei räumte bereits nach wenigen Stunden.

Das Hamburger Bündnis »Leerstand zu Wohnraum« ist breit. Es reicht von kirchlichen Gruppen über Gewerkschaften, der Linkspartei, Mieterinitiativen, den Künstlern im besetzten Gängeviertel bis hin zu autonomen Zirkeln. Ihre Forderung, die brachliegenden Büroflächen als Wohnraum zu nutzen, trifft in der medialen Öffentlichkeit auf großen Beifall. Denn inzwischen stehen rund 1,2 Millionen Quadratmeter leer, so viel wie seit zehn Jahren nicht mehr. In der zweiten Hälfte dieses Jahres sollen rund 100 000 Quadratmeter zusätzlich fertiggestellt werden.

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