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Von Marc Zeilhofer, dpa
30.11.2010

DSV-Schwimmer bestes Team

Zehn Goldmedaillen runden erfolgreiche Kurzbahn-EM in Eindhoven ab

Deutschlands Schwimmer sind dank ihrer besten EM seit zwölf Jahren wieder die Kurzbahn-Könige Europas. Angeführt von den Hamburger Brüdern Markus und Steffen Deibler machte das DSV-Team mit zehn Goldmedaillen und insgesamt 22 mal Edelmetall die Europameisterschaften in Eindhoven zu einer schwarz-rot-goldenen Erfolgsgeschichte. Zum Abschluss am Sonntag gewann Marco Koch über 200 Meter Brust, Markus Deibler siegte über 100 Meter Lagen, Bruder Steffen holte über 50 Meter Schmetterling sein viertes Gold.

Während Freundin Britta Steffen mit vier Medaillen ein gelungenes Comeback feierte, musste Weltrekordler Paul Biedermann nach seinem Titel über 400 Meter Freistil auf der halben Distanz Danila Isotow aus Russland den Vortritt lassen. 1:42,94 Minuten waren zwar gut, aber gegen die Weltjahresbestzeit von 1:41,84 war Biedermann chancenlos. »Seine Zeit heute war nicht drin, er war besser als ich, das muss ich anerkennen«, sagte Biedermann, dem für die Kurzbahn-WM in Dubai vom 15. bis 19. Dezember nichts Gutes schwant. »Es sieht so aus, als ob ich derzeit über 400 Meter besser bin.«

Steffen Deibler und die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo waren mit je vier Siegen die erfolgreichsten Titelsammler. Hinter Deutschland (10-8-4) war Gastgeber Niederlande (9-8-5) zweitbeste Nation. Nach den 50 Metern Freistil, der Lagen-Staffel und den 100 Metern Schmetterling gewann Weltrekordler Steffen Deibler zum Abschluss über 50 Meter Schmetterling souverän in Weltjahresbestzeit von 22,34 Sekunden. »Diese EM werden wir noch lange in Erinnerung behalten«, sagte der 23-Jährige.

Marco Koch (Foto: dpa) war bei seinem ersten internationalen Titel nur knapp von seinem deutschen Rekord entfernt. »Dabei habe ich noch alle meine Wenden verpatzt«, sagte er erstaunt. Die 16-Jährige Silke Lippok aus Pforzheim verbesserte als Zweite über 200 Meter Freistil ihren erst zwei Wochen alten deutschen Rekord um fast 4/10 Sekunden auf 1:53,96 Minuten und unterbot damit die strenge WM-Norm. »Das hätte nicht besser laufen können«, sagte Lippok.

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