Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Wolfgang Hübner
06.12.2010

Amadeu Antonio – das erste Opfer

Am 6. Dezember 1990 starb Amadeu Antonio Kiowa. Elf Tage lag der junge Angolaner zuvor im Koma, nachdem ihn Rechtsradikale im brandenburgischen Eberswalde bewusstlos geprügelt hatten. Die Täter wollten einfach nur »Neger aufklatschen«. Etliche Polizisten schauten dem Verbrechen zu. Deutschland hatte mitten im Einheitstaumel sein hässliches Gesicht gezeigt. Fünf Schläger wurden wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Mord wäre wohl zutreffender gewesen.

Amadeu Antonio war eines der ersten Opfer rechtsradikaler Gewalt im vereinigten Deutschland. Er steht am Anfang einer langen Liste. Nach Ansicht der Bundesregierung ist sie knapp 50 Namen lang. Antifaschistische Initiativen zählten dreimal so viele Todesopfer rechter Gewalt. Die Brände von Mölln und Solingen, die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda waren nur einige von vielen Gewaltexzessen. Wenn man Politiker wie CDU-Innenminister Manfred Kanther reden hörte, wusste man: Die Schläger hatten ihre Stichwortgeber.

Noch immer marschieren und prügeln Nazis und verbreiten ihre Ideologie. Auch, weil die Politik ein NPD-Verbot vermasselt hat. Ausländer werden bis heute von den regierenden Parteien als Verfügungsmasse betrachtet: raus, wenn sie stören; rein, wenn Arbeitskräfte fehlen. An dieser Grundhaltung hat sich seit 1990 nicht viel geändert.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken