Schlichtungsrunde mit seltsamen Blüten

Kompromiss um eine Neugestaltung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg vorerst gescheitert

Im Restaurant »Pasta & Passione« hängt ein großes Poster. Es zeigt eine Momentaufnahme aus einer lauen Sommernacht in der Kastanienallee: Flaneure lungern auf der Baustelle der Straßenbahntrasse herum und haben die noch unverlegten Gleise als Sitzbank in Beschlag genommen. Die Szene strahlt eine Gemächlichkeit aus, die seit Jahrzehnten das Flair der Kastanienallee ausmacht. Skeptiker der geplanten Straßensanierung befürchten, dass dieser Charakter verloren geht. Ihr Misstrauen gegen eine Veränderung sitzt tief und erschwert das Finden eines Kompromisses.

Mehr Platz für Radfahrer und weniger für parkende Pkw soll die Kastanienallee zukünftig bieten.

Die Schlichtungsrunde in der Kastanienallee ist beendet und alle Beteiligten sind unzufrieden. Seit Anfang Dezember saßen Bürgerinitiativen, Grüne, Gewerbetreibende und Anwohner an einem Tisch, ohne jedoch ihre Forderungen unter einen Hut zu bringen, um den Protest vereint an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) heranzutragen. Der Moderator der Verhandlungen, Heiner Funken, mahnt dennoch die Bezirkspolitik, dass es ohne eine befriedete Situation erneut zu Protesten kommen werde – spätestens wenn im März wieder die Bauarbeiten beginnen: »Die Straße befürwortet den Umbau bislang noch nicht«, da ist er sich sicher.

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