Kathrin Zeiske, Tegucigalpa 01.02.2011 / Ausland

Honduras dubioser Präsident Lobo zählt auf Deutschlands Hilfe

Berlin hält trotz massiver Menschenrechtsverletzungen an Entwicklungszusammenarbeit fest

Ein Jahr nach dem umstrittenen Amtsantritt von Porfirio Lobo als Präsident von Honduras, besuchte Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesentwicklungsministeriums, das Land. Ziel der bilateralen Regierungsverhandlungen war die Festlegung der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit bis 2012.

Deutschland hat kein Problem mit der De-facto-Regierung von Honduras, die aus dubiosen Wahlen nach dem Putsch Ende Juni 2009 gegen den Staatspräsidenten Manuel Zelaya hervorging und im Januar 2010 die Amtsgeschäfte aufnahm. Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hielt die Regierung Porfirio Lobos zwar öffentlich dazu an, mehr Gewicht auf die Verteidigung der Menschenrechte zu legen. Gleichzeitig betonte er bei seiner Honduras-Visite aber auch, dass Deutschland die Lobo-Administration unterstütze und sein Besuch als ein »internationales Signal« für andere Länder zu werten sei. Im Gegensatz zu den EU-Staaten lehnt die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) eine Anerkennung Lobos weiterhin ab.

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