Ralf Klingsieck, Paris 08.04.2011 / Ausland

Lustlose Debatte um Laizismus

Frankreich: Islam-Polemik hat Präsident Sarkozy nur geschadet

Die von Präsident Nicolas Sarkozy gewollte und von seiner Regierungspartei UMP monatelang vorbereitete Debatte um die Gefahren für den Laizismus der französischen Republik fand nun in Paris statt – und wurde zum großen Flop.

Da ursprünglich eine Auseinandersetzung mit radikalen Erscheinungen des Islam in Frankreich geplant war, von der sich der Präsident und seine Parteifreunde Zulauf vom rechten Rand der Gesellschaft erhofft hatten, erregte das Thema lange und heftig die Gemüter. Die politischen Absichten waren durchsichtig, so dass die UMP viel Kritik nicht nur von der Opposition, sondern auch von allen Kirchen und vielen namhaften Persönlichkeiten auf sich zog. Selbst innerhalb der Regierungspartei war der Widerspruch sehr stark. Zahlreiche Abgeordnete und Minister spielten nicht mit, bis hin zu Premier François Fillon, der die »Stigmatisierung einer Religionsgemeinschaft« kritisierte und deswegen vom UMP-Vorsitzenden Jean-François Copé öffentlich so rüde angepöbelt wurde, dass Sarkozy die beiden zur Versöhnung ins Elysée bestellen musste.

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