Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Katja Herzberg
08.04.2011

Plötzliche Verhandlung

Tarifvertrag im Kino Babylon leicht verbessert

Seit im Kino Babylon am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz ein Haustarifvertrag gilt, ist es still um die Belange der Beschäftigten geworden. Nach einem einjährigen Arbeitskampf schloss ver.di mit dem Geschäftsführer der Neuen Babylon GmbH, Timothy Grossman, zum 1. Januar 2010 einen Tarifvertrag, der hinter den Forderungen des Betriebsrats zurückblieb. Mit Verzögerungen wurde dieser nun nachverhandelt. Dennoch gilt in dem Filmtheater noch immer nicht der Flächentarifvertrag für Kinounternehmen.

Wie ver.di bekannt gab, besteht die wesentliche Verbesserung der Nachverhandlungen in höheren Nachtzuschlägen. Die 19 Beschäftigten des Kino Babylon erhalten ab 1. April statt 1,50 Euro pro Stunde 50 Prozent ihres Stundenlohns als Zuschlag. Zudem werde die zuschlagspflichtige Zeit von 24 auf 23 Uhr vorverlegt. Andreas Köhn, ver.di-Fachbereichsleiter Medien und Verhandlungsführer, rechnete vor, dass die Beschäftigten durchschnittlich 50 bis 60 Euro mehr verdienen würden und lobt: »Diese Regelung ist ein weiterer Schritt zur Angleichung an den Flächentarifvertrag«.

Beschäftigte wurden nicht informiert

Wenige Tage vor Bekanntgabe dieses Ergebnisses wandte sich der Betriebsrat der Neuen Babylon GmbH an die Öffentlichkeit und kritisierte ver.di und die Geschäftsführung des Kinos. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Nachverhandlungen bekannt. Sie hätten aber laut Tarifvertrag längst abgeschlossen sein müssen, argumentiert Betriebsrat Matthias Schulz. Bis Oktober letzten Jahres hätten die Löhne nachverhandelt werden müssen. Genau dafür habe der rot-rote Senat dem kommunal geförderten Kino zum Abschluss des Haustarifvertrages 30 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Beschäftigten könnten sich über die Anhebung der Nachtzuschläge kaum freuen. Davon profitierten nur die Festangestellten, so Schulz. »Wir fordern weiterhin die Umsetzung des Flächentarifvertrages und die Beschränkung von befristet eingestellten Mitarbeitern auf zehn Prozent der Belegschaft«, betonte Schulz.

Die Beschäftigten erfuhren von den bereits abgeschlossenen Nachverhandlungen erst am Mittwoch durch einen Aushang an ihrem Arbeitsplatz. »Die Vermutung liegt nahe, dass die Verhandlungen eine Reaktion auf die Forderungen des Betriebsrates darstellen«, sagt Schulz. Dagegen wehrt sich Köhn. Jeden Monat fänden Gespräche mit der Geschäftsführung statt. »Wir streben an, den Flächentarifvertrag bis Mitte 2012 einzuführen«, ergänzt er. Der Betriebsrat glaubt daran allerdings noch nicht.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken