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20.04.2011

Bewegungsmelder

60 000 unterzeichnen gegen Agro-Gentechnik

(ND). Ein voller Erfolg für Gegner der Agro-Gentechnik: Mehr als 60 000 Menschen zeichneten in drei Wochen die Petition gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen. Das teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Dienstag mit. Für dessen Vorsitzenden und Einreicher der Petition, Felix Prinz zu Löwenstein, ist das ein klares Zeichen, »dass die Risikotechnologie nicht gewollt ist«. Aufgrund der großen Anzahl von Unterschriften müsse sich nun der Petitionsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema befassen. Die Petition fordert, dass die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen sofort gestoppt wird. Sie begründet dies mit der mangelhaften und unzureichenden Prüfung gesundheitlicher, ökologischer und sozio-ökonomischer Risiken im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens. Unterzeichnet hätten Umweltverbände, landwirtschaftliche und kirchliche Organisationen sowie »unzählige Einzelpersonen«. Die Frist endet am 10. Mai. www.boelw.de/petition.html

Borussenfront im »Nationalen Zentrum«

(ND). Nach Informationen »aus Szenekreisen« wollen ehemalige Mitglieder und SympathisantInnen der rechtsextremen Dortmunder Hooligangruppierung »Borussenfront« eine Jubiläumsfeier abhalten, teilte die Antifaschistische Union Dortmund mit. Wie fast jedes Jahr feiere die »Borussenfront« ihre Gründung am Karfreitag im Jahr 1982. Die traditionsreichen Schläger wollen sich den Angaben zufolge im »Nationalen Zentrum«, Rheinische Straße 135, in Dortmund treffen. Die Immobilie gehöre seit 2011 der Stadt Dortmund und werde von Neonazis als Treffpunkt genutzt. Sprecherin Kerstin Wiedemann sagte: »Der Stadt Dortmund dürfte die kritische Nutzungssituation dieses Ladenlokals bekannt sein.« Ziel sollte nun sein, zu prüfen, ob eine »hinreichende Gefahrenprognose« vorliege, um die Fete zu verbieten.

Die »Borussenfront« war in den 80er Jahren eine der bekanntesten Hooligangruppierungen. Ihre Mitglieder prügelten sich an Spieltagen mit gegnerischen Fans und gingen außerhalb des Stadions auf MigrantInnen los. Einer der führenden Köpfe war der Dortmunder Neonazi Siegfried »SS-Siggi« Borchardt. »Jenseits von reiner Symbolpolitik ist es nun wichtig, dass die Stadt handelt und ihren Bekundungen, ein Auge auf das Gebäude zu haben, Taten folgen lässt«, betonte Wiedemann.

Jodtabletten für alle

(ND). In einem Brief an Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) haben die »Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« (IPPNW) am Dienstag ihre Forderung bekräftigt, für den atomaren Katastrophenfall hoch dosierte Jodtabletten vorsorglich an jeden Haushalt in Deutschland zu verteilen. Angesichts der Katastrophe in Fukushima bestünde bei vielen Patienten Informationsbedarf, wie die Katastrophenschutzpläne im Falle eines atomaren Unfalls in Deutschland aussehen, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Ärzte sorgen sich, dass die eingelagerten Jodtabletten im Katastrophenfall nicht rechtzeitig zu den Betroffenen kommen. Grundlage der IPPNW-Empfehlungen zur Jodverteilung sind die Ergebnisse der Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke Phase B von 1989 und daraus resultierende Modellrechnungen des Sozialministeriums Schleswig Holstein. In Österreich sei die Verteilung längst Praxis. Das Nachbarland, betreibe zwar keine Atomkraftwerke, schütze aber seine Bürger vor drohenden Gefahren aus dem AKW-Betrieb seiner Nachbarn.

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