Caroline M. Buck 21.04.2011 / Kino und Film
Kino

Gegen Krähen, Schafe und Mit-Muslime

»Four Lions« von Chris Morris

Ein bärtiger junger Mann plant einen Anschlag, kauft massenweise Haarbleichmittel, die sich irgendwie zum Bombenbauen verwenden lassen, und verstellt, damit niemand im Laden merkt, dass hier immer derselbe bärtige junge Mann immer mehr Wasserstoffperoxid bunkert, bei jedem neuen Einkauf – seine Stimme. Seine Komplizen sind fassungslos im Angesicht von so viel Naivität. Der Zuschauer ist es auch, schon alleine deshalb, weil »Four Lions« der wahrscheinlich erste Film der Welt ist, der das Milieu britischer Muslime nach potenziellen Selbstmordattentätern durchkämmt, sie dort auch findet – und dann eine Farce draus macht, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt. Weil einerseits komplett realistisch wirkt, was da auf der Leinwand an Milieuschilderung stattfindet, und andererseits einfach nicht wahr sein darf, was sich da an jugendlichem Eifer, falschverstandener Religiosität und technischem Unverstand zu einem blutigen Feldzug gegen irgendwas da draußen zusammenbraut.

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