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Merkel wird in Eurokrise pampig

Berlin (dpa/ND). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Ton gegenüber Euro-Schuldensündern verschärft und längere Lebensarbeitszeiten gefordert. Auf einer Parteiveranstaltung im nordrhein-westfälischen Meschede kritisierte sie auch die Urlaubsregelungen in einigen Ländern. »Wir können nicht eine Währung haben, und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig«, sagte sie am Dienstag. Es gehe nicht nur darum, keine Schulden zu machen, sondern auch darum, dass »man in Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal nicht früher in Rente gehen kann als in Deutschland, sondern dass alle sich auch ein wenig gleich anstrengen«.

Einige Länder hätten sich nicht an die Regeln für den Euro gehalten. »Wir können nicht einfach solidarisch sein und sagen, diese Länder sollen mal einfach so weiter machen wie bisher, sondern alle müssen sich an die Regeln halten«, sagte die Kanzlerin. »Ja, Deutschland hilft, aber Deutschland hilft nur dann, wenn sich die anderen wirklich anstrengen, und das muss nachgewiesen werden.«

Auch vom Internationalen Währungsfonds gab es eine Warnung an die Adresse der Regierung in Athen: Deren Sparprogramm könne »aus der Spur geraten«, sollte das Land seine Bemühungen nicht verstärken.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Finanzkrise

    Wissen sie noch, was sie tun? Der Aktionismus der EU und der europäischen Regierungen gegen die Finanz- und Eurokrise unter Führung von Deutschland und Frankreich strahlt hektische Betriebsamkeit aus. Resultat sind Sparanstrengungen, die zu Sozialabbau führen und die die Lage in den EU-Staaten verschlimmern werden. Indessen wollen in Deutschland soziale Bewegungen und linke Gruppen eine »Choreografie der Proteste« gegen die europäische Krisenpolitik festlegen. Siehe auch: Dossier Griechenland.
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