Der Linken fehlt eine Vision

Alexis Passadakis (Attac) über die Bedeutung der Wachstumsdebatte und die solidarische Postwachstumsökonomie

Kanzlerin Merkel predigt: Ohne Wachstum keine Investitionen, keine Arbeitsplätze, keine Gelder für die Bildung, keine Hilfe für die Schwachen. In Berlin treffen sich dieses Wochenende viele, die dieser Logik nicht folgen wollen. Für sie führt dieser Zwang zum »Immer mehr« in die Krise. Der Preis sind Ölkatastrophen, Gletscherschmelze und die Ausbeutung des Südens. In der TU Berlin wird ab heute bis Sonntag über Auswege aus diesem Wirtschaftsmodell diskutiert: Ist weniger oder gar kein Wachstum nötig? Oder soll nur etwas anderes wachsen als Autoberge und Mastanlagen?

Alexis Passadakis ist Politikwissenschaftler und Mitglied im Koordinierungskreis von Attac.

ND: Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Frage »Jenseits des Wachstums!?«, wie das Motto des Attac-Kongresses lautet?
Passadakis: Auslöser der neuen internationalen Debatte zum Thema Wachstum und Wachstumskritik war der Zyk-lus der UN-Klimaverhandlungen, von 2007 bis 2009, insbesondere das Scheitern des Gipfels von Kopenhagen. Außerdem halten viele die vorliegenden klimapolitischen Instrumente wie den Emissionshandel für nicht effektiv und sagen, es braucht eine Perspektive, die die Form unseres Wirtschaftens grundsätzlich in Frage stellt. Der zweite Katalysator für diese Debatte war sicherlich die Finanzkrise mit dem Kollaps von 2008. Angesichts dieser ökologischen und ökonomischen Krisen wird eben in Frage gestellt, dass es mit dem Wachstum noch so weitergehen kann.

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