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Von Michael Müller
23.06.2011
Fußball-WM 2011

Neues Spiel, neue Stadt, neues Hotel

DFB-Reisebüro organisiert Unterbringung, Transfers und vieles mehr für die Teams

Von der immer wieder nachgefragten Geheimfavoritenrolle will Trainer Kim Kwang-Min weiterhin nichts wissen. Und am liebsten hätte er sich mit seinen Nordkoreanerinnen bis zum WM-Auftakt gegen die USA am kommenden Dienstag im Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion unsichtbar gemacht. Doch ob seiner akribischen Vorbereitung sind er und sein Team irgendwie immer präsent. In Dresden bezogen sie schon am vergangenen Samstag als erste das WM-Hotel Maritim.

»Das sind alles sympathische, absolut höfliche junge Damen«, meint Hoteldirektor Jörg Bacher. Die Speisewünsche seien nicht außergewöhnlich, nur eine spezielle Reissorte wäre nachbestellt worden. »Bislang essen alle mit allen anderen Hotelgästen zusammen in einem Restaurant. Aber wir sind natürlich auf Wunsch auch auf die von der FIFA geforderte ›Separierung‹ eingestellt«, versichert Bacher.

Besagte »Separierung« war eine von hunderten Pflichtheftpunkten, nach denen die WM-Hotels für alle 16 Mannschaften an den neun Spielorten evaluiert worden sind. Auf deutscher Gastgeberseite ist für Unterkunft und Transfers das Euro-Lloyd-DFB-Reisebüro verantwortlich. »Bis auf den Sicherheitskomplex organisieren und koordinieren wir dementsprechend alles für Aktive und Betreuer, FIFA-Funktionäre und WM-Organisationskomitee«, erläutert Reisebüro-Geschäftsführer Wolfgang Wirthmann. »Das reicht bis zu Angeboten wie ›Family and Friends‹, denn viele Spielerinnen kommen ja mit Mann, Freund und Angehörigen, oder auch zum Fanreisepaket ›Follow your Team‹«.

Im Mittelpunkt stünden natürlich immer die Spielerinnen, hebt Wirthmann hervor. Im Grunde soll da alles nach dem Erfolgsrezept von der Männer-WM 2006 ablaufen. »Mit dem feinen Unterschied, dass wir jetzt für die Teams keine Basiscamps haben. Die sechs Spiele einer Vorrundengruppe finden beispielsweise an sechs Spielorten statt. Dort wohnen dann zeitweise bis zu vier Nationen unter einem Dach.« Wirthmann hat zur WM-Zeit zentral ein 40-köpfiges Team sowohl für die planmäßige Abarbeitung, als auch für alle Eventualitäten im Einsatz.

Nicole Berger, Managerin im Bochumer Renaissance-Hotel, sieht das ganz entspannt. Natürlich habe man eine Menge umräumen und auch neu einrichten müssen, aber ihr Haus sei »auf solche sportlichen Anforderungen seit langem eingestellt«, versichert sie. Das bedeutet beispielsweise, dass jedes Team möglichst auf einer Ebene untergebracht ist, inklusive Massage-, Arzt-, Zeugwart- und Gepäckzimmern.

»Zuerst reisen bei uns dieser Tage die Japanerinnen und Neuseeländerinnen an, die hier in Bochum am Montag das Auftaktspiel bestreiten«, sagt die Hotelmanagerin. »Wie bei allen anderen Teams sind da die jeweiligen speziellen Gewohnheiten längst gecheckt, und wir sind entsprechend vorbereitet.« Zu den Länderdelegationen gehören in der Regel zwischen 30 bis 45 Leute. Komfortabel für alle Beteiligten sei gewiss auch die Stadionnähe ihres Hotels, meint Frau Berger. Ob sie selbst allerdings Zeit finden werde, diesen Vorteil zu nutzen, weiß sie noch nicht.

Neun Städte werden die 32 WM-Partien vom Auftakt in Berlin bis zum Finale in Frankfurt am Main beherbergen. Alle Stadien sind Heimstätten von Männer-Profiklubs, zwei davon sehen zum ersten Mal ein Frauen-Länderspiel.

Augsburg
Das Stadion in Augsburg ist eine reine Fußballarena, die im Juli 2009 fertiggestellt wurde. Die DFB-Elf verlor ihre Premiere drei Monate später 0:1 gegen die USA. Im vergangenen Jahr war das Stadion WM-Spielort der U 20-Fußballerinnen.
Kapazität: 24 661 Plätze, Spiele: 4

Berlin
Das Eröffnungsspiel im Olympiastadion wird mit über 70 000 Zuschauern den Fußballerinnen nicht nur einen neuen Europarekord bescheren. Es ist das erste Länderspiel im 1936 erbauten Stadion – und bleibt vorerst auch das einzige.
Kapazität: 73 067 Plätze, Spiele: 1

Bochum
Mehr Länderspiele als Bochum (drei) haben bisher nur Osnabrück (sechs) und Ulm (fünf) erlebt. Als Gastgeber für jeweils ein Spiel aller vier Vorrundengruppen kommt die Arena in den Genuss des Ausbaus der Logenplätze und Spielerkabinen.
Kapazität: 20 556 Plätze, Spiele: 4

Dresden
Das vor zwei Jahren neu errichtete Rudolf-Harbig-Stadion ist einziger Spielort im Osten. Mitbewerber Leipzig hatte als Austragungsort der Männer-WM 2006 keine Chance, Magdeburg wurde erst im letzten Auswahlschritt ausgeschlossen.
Kapazität: 25 582 Plätze, Spiele: 4

Frankfurt am Main
In der Arena gewannen die Frauen des FFC Frankfurt 2008 das UEFA-Cup-Finale gegen Umeå IK aus Schweden. Da die Stadt Sitz des DFB ist und sich als Zentrum des Frauenfußballs versteht, hat sie den Zuschlag für das Endspiel erhalten.
Kapazität: 48 837 Plätze, Spiele: 4

Leverkusen
Die Spielstätte des Männer-Erstligisten heißt ab sofort nicht »BayArena« sondern »FIFA Frauen-WM-Stadion«. Konzernlogos wurden entfernt, Schriftzüge abgeklebt. Der Weltverband hat Sponsorennamen untersagt – in allen WM-Stadien.

Mönchengladbach
Auch Mönchengladbach erlebt zum ersten Mal ein Frauen-Länderspiel – und hat damit künftig Städten wie München, Dortmund, Stuttgart, Köln oder Leipzig etwas voraus. Im 2004 eröffneten Borussia-Park wird ein Halbfinale ausgespielt.
Kapazität: 45 860 Plätze, Spiele: 3

Sinsheim
Die Stadt ist mit 35 000 Einwohnern der kleinste Gastgeber dieser WM. In der 2009 von FußballMäzen Dietmar Hopp eigens für den Männer-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim errichteten Arena wird das Spiel um Platz drei ausgetragen.
Kapazität: 25 515 Plätze, Spiele: 4

Wolfsburg
Neben Frankfurt und Leverkusen ist Wolfsburg der einzige Spielort, der in der Bundesliga der Frauen vertreten ist. Sollte das DFB-Team Gruppensieger werden, spielt es im Allerpark das Viertelfinale.
Kapazität: 26 062 Plätze, Spiele: 4

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