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Von Mark Wolter, Wolfsburg
04.07.2011

Endlich ein wenig Samba

Brasilianerinnen besiegen Norwegen dank einer genialen Marta 3:0

Es war keine große Überraschung, als die Spielerin der Partie nach dem Abpfiff vom Weltverband FIFA ausgerufen wurde. Brasiliens Starfußballerinnen Marta trug mit breitem Grinsen die gerahmte Auszeichnung vom Platz, die sie sich mit zwei Treffern und einer Torvorlage mehr als verdient hatte. Fast im Alleingang hatte die Ausnahmestürmerin für den 3:0-Erfolg gegen Norwegen, die vorzeitige Qualifikation für das WM-Viertelfinale und ein bisschen Samba-Stimmung in Wolfsburg gesorgt.

Allerdings begann der Abend für die Brasilianerinnen wieder sehr zäh. Den besseren Start in die Partie hatten die Norwegerinnen, die durch Madeleine Giske zu den ersten zwei Chancen der Partie kamen. Der erste Schuss der Stürmerin nach einer Viertelstunde wurde von der brasilianischen Innenverteidigung noch geblockt, drei Minuten später musste Torhüterin Andreia erstmals eingreifen.

Erst nach Martas erstem Geniestreich in der 22. Minute, als sie Verteidigerin Maren Mjelde schwindelig dribbelte und mit einem trockenen Schuss ins rechte Eck das 1:0 erzielte, bekamen die selbst erklärten Titelfavoritinnen das Spiel besser in den Griff – ohne zunächst jedoch für größere Torgefahr zu sorgen. Ein Weitschuss von Erika aus 20 Metern segelte 15 Meter am Tor vorbei (37. Minute), einen weiteren von Rosana von gleicher Stelle parierte Torhüterin Ingrid Hjelmseth sicher (42.). Auch Marta, die wegen eines klaren Fouls vor ihrem Tor von den 26 067 Zuschauern in der ausverkauften Arena ausgepfiffen wurde, fiel zunächst nicht mehr auf.

Direkt nach der Halbzeitpause schlugen die genialen drei Minuten der kleinen Dribbelkünstlerin. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zog die 25-Jährige mit einem unnachahmlichen Sololauf auf der linken Seite an drei Norwegerinnen vorbei und hatte im vollen Lauf noch das Auge für die parallel mitgelaufene Rosana, die den Ball dann aus zehn Metern überlegt ins Tor schießen konnte. 120 Sekunden später schnappte sich Marta nach einem Fehler von Mjelde den Ball, tänzelte kurz, guckte sich Torhüterin Ingrid Hjelmseth aus und schob zum 3:0 ein.

Norwegens Trainerin Eli Landsem hatte schon vor der Partie gerätselt, wie man denn Marta stoppen könnte. Im Spiel gegen den wohl stärksten Gruppengegner zeigten sich allerdings alle Brasilianerinnen verbessert zum stotternden Auftakt gegen Australien. Der Lust am offensiven Kombinationsspiel konnten auch die wenig brasilianische Temperatur von kühlen 13 Grad und der unablässiger Nieselregen nichts anhaben. Marta vergab Mitte der zweiten hälfte sogar noch ein Tor, als sie nach schnellem Konter zu eigensinnig den Abschluss suchte.

Brasilien: Andreia - Aline, Daiane (85. Renata), Erika - Fabiana (76. Francielle), Formiga, Ester (89. Grazielle), Maurine - Cristiane, Rosana, Marta.

Norwegen: Hjelmseth - Knutsen Mienna, Mjelde, Holstad Berge, Skammelsrud Lund - Rønning, Stensland (67. Tofte Ims) - Larsen Kaurin (46. Thorsnes), Giske, Herlovsen - Haavi (53. Pedersen).

Tore: 1:0 Marta (22.), 2:0 Rosana (46.) 3:0 Marta (48.).

Schiedsrichterin: Seitz (USA).

Zuschauer: 26067.

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