(ND). Die satirische Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (»Die PARTEI«) wird zur Berlinwahl antreten. Wie die von Ex-Redakteuren des Magazins »Titanic« gegründete Partei gestern mitteilte, haben die Bezirksämter dem Wahlbeauftragten der PARTEI entsprechende »Gerüchte bestätigt«. Nach Angaben der Bezirkswahlleiter habe die PARTEI die notwendigen 2200 bestätigten Unterstützungsunterschriften erreicht. Nun könne das umfangreiche PARTEI-Parteiprogramm umgesetzt werden, so der Landesvorsitzende Martin Sonneborn: »Wowereit ausstopfen, Künast frisieren, Knut wiederbeleben.« Auch das von der PARTEI geplante Atomendlager in Prenzlauer Berg rücke in greifbare Nähe.
Provokativstes Anliegen der Anarchotruppe ist vorgeblich die »endgültige Teilung Deutschlands«. »Nun steht dem Mauerbau nichts mehr im Wege«, frohlockt denn auch der stellvertretende Landesvorsitzende Dustin Hoffmann. »Natürlich wird die Mauer diesmal menschlicher«, verspricht Hoffmann. »Bunt auf beiden Seiten und mit Versorgungsluken, den sogenannten Bananenklappen.«
Als primäres Wahlkampfziel gab Bürgermeisterkandidat Martin Sonneborn zunächst aus, bei der Wahl eine Platzierung vor der FDP zu erreichen, die »als Spaßpartei als größter Konkurrent der Partei Die PARTEI gehandelt« werde. Sonneborn erklärte sich gestern außerdem generell zu Rededuellen »mit allen Spitzenkandidaten ernstzunehmender Parteien« bereit.
Am 18. September wurde in Berlin gewählt. Das Abgeordnetenhaus erhielt eine neue Zusammensetzung - der Senat Wird nachziehen. Fakt ist: Rot-Rot ist in Berlin Geschichte. Doch reicht es für Rot-Grün?
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